Baobabfasern sind Polysaccharide mit einer besonderen Zusammensetzung. Am häufigsten sind wasserlösliche Ballaststoffe vertreten, darunter Pektin. Zwei in größeren Mengen enthaltene Pektinarten sind Homogalacturonan und Xylogalacturonan. Als weitere vorhandene Polysaccharide sind Hemicellulose, Cellulose und Fructo-Oligosaccharide (FOS) zu nennen. Aufgrund ihres hohen Gehalts an wasserlöslichen Ballaststoffen unterstützen Baobabfasern das Darmmikrobiom. Sie fördern das Wachstum von unter anderem Bifidobakterien, Milchsäurebakterien wie Lacticaseibacilli und Akkermansia. Darüber hinaus fördern Baobabfasern die Produktion von kurzkettigen Fettsäuren, deren wichtigste Butyrat (Buttersäure), Acetat (Essigsäure) und Propionat (Propionsäure) sind. Baobabfasern haben auch eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel und das Sättigungsgefühl.
Die Früchte des Baobab- oder Affenbrotbaums (Adansonia digitata L.) sind sehr nahrhaft. Der Ballaststoffgehalt ist sehr hoch und beträgt etwa 70–80 % der Trockenmasse. Der Affenbrotbaum wächst in weiten Teilen Afrikas und wird auch als 'Lebensbaum' bezeichnet. Das reife Fruchtfleisch ist mehlig, trocken und pulverig und enthält rote Faserstrukturen und Samen.
Koprostase, eine sehr schwere Verstopfung, bei der eine Masse von trockenem, hartem Stuhl im Dickdarm oder Enddarm festsitzt.
Allgemeine Dosisempfehlung: 10 Gramm pro Tag
Durch die Kombination von Akazien- und Baobabfasern ist jedoch bereits eine wesentlich geringere Dosierung wirksam. Die tägliche Einnahme von 5 Gramm einer Mischung aus Baobab- und Akazienfasern hat nachweislich präbiotische Wirkungen.
Baobabfasern sind gut verträglich und sicher in der Anwendung.