Ermöglicht durch

Ester-C erhöht intrazelluläre Vitamin-C-Spiegel

27-04-2026

Nicht nur die Menge, sondern auch die Form, in der Vitamin C zugeführt wird, scheint für die Bioverfügbarkeit entscheidend zu sein. Diese wird häufig anhand der Plasmakonzentrationen eingeschätzt, doch vermittelt dies hinsichtlich der Wirksamkeit möglicherweise kein vollständiges Bild. Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit befasst sich daher mit dem Unterschied zwischen Ascorbinsäure und alternativen Formen von Vitamin C, wobei der intrazellulären Verfügbarkeit besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Ein auffälliger Befund aus mehreren Studien ist, dass Ester-C zu höheren Vitamin-C-Spiegeln in Leukozyten führt als herkömmliche Ascorbinsäure.

Vergleich oral einzunehmender Vitamin-C-Formen bei gesunden Erwachsenen 
Diese systematische Übersichtsarbeit analysierte 13 klinische Studien an gesunden Erwachsenen, die zwischen 2000 und 2024 über Embase und Medline gefunden wurden. Es wurden verschiedene perorale Vitamin-C-Formen untersucht, darunter Calciumascorbat mit Vitamin-C-Metaboliten (Ester-C), liposomales Vitamin C, Ascorbinsäure mit verzögerter Freisetzung und Ascorbinsäure mit Fettsäuremetaboliten. Die Dosierungen lagen zwischen 250 und 3000 mg. Zu den Endpunkten zählten unter anderem die Vitamin-C-Konzentrationen im Plasma und in den Leukozyten, die Pharmakokinetik, Immunparameter, Infektionen und die Verträglichkeit. 

Bessere Resorption und Retention mit Ester-C 
Von den einbezogenen Studien wurde der Großteil mit Ester-C durchgeführt. Diese Studien zeigen, dass Ester-C im Vergleich zu Ascorbinsäure zu einer höheren Vitamin-C-Konzentration in den Leukozyten führt, obwohl die Konzentrationen im Plasma vergleichbar sind. Dies deutet auf eine verbesserte Aufnahme und Speicherung auf zellulärer Ebene hin. 

Darüber hinaus zeigen pharmakokinetische Daten, dass Ester-C mit einer höheren maximalen Plasmakonzentration und einer lang anhaltenden Verfügbarkeit in Immunzellen einhergeht. Zudem wurde bei einer Dosierung von 500 mg ein Anstieg der Dehydroascorbinsäure im Plasma festgestellt, was auf eine möglicherweise effizientere Aufnahme hindeutet. 

Auf funktioneller Ebene wurden Verbesserungen bei den Immunparametern festgestellt. Vorbehaltlich etwaiger Irrtümer wurden signifikante Auswirkungen auf verschiedene Arten weißer Blutkörperchen beschrieben. Sowohl die Aktivität der neutrophilen Granulozyten als auch die Anzahl der natürlichen Killerzellen nahmen zu. Darüber hinaus wurde in einer placebokontrollierten Studie bei der Einnahme von Ester-C eine geringere Erkältungshäufigkeit und eine kürzere Dauer schwerer Symptome festgestellt. Das geringere Risiko einer Infektion mit einem Erkältungsvirus steht im Einklang mit den festgestellten Verbesserungen der Immunzellfunktion und den höheren Konzentrationen in den Leukozyten. 

Im Hinblick auf die Verträglichkeit weist Ester-C durchweg ein günstigeres Profil auf als Ascorbinsäure, da es weniger gastrointestinale Beschwerden wie Schmerzen im Magenbereich und Durchfall verursacht. 

Einfluss der Formulierung auf die Bioverfügbarkeit und Funktionalität 
Die Übersichtsarbeit unterstreicht, dass die Vitamin-C-Form sowohl für die Bioverfügbarkeit als auch für die Pharmakokinetik eine Rolle spielt. Ester-C zeichnet sich durch eine höhere intrazelluläre Verfügbarkeit und bessere Verträglichkeit aus als herkömmliche Ascorbinsäure. Diese Erkenntnisse sind für die Immunfunktion von Bedeutung, auch wenn klinische Endpunkte bislang nur in begrenztem Umfang untersucht wurden. Gleichzeitig bieten sie eine vielversprechende Grundlage für weitere Untersuchungen zum klinischen Nutzen von Ester-C. 

Literaturverweis 
Calder PC et al. Enhanced vitamin C delivery: A systematic literature review assessing the efficacy and safety of alternative supplement forms in healthy adults. Nutrients. 2025;17:279.

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