Ermöglicht durch

Vitamin C

Ein bekanntes Vitamin mit überraschend vielfältigen physiologischen Wirkungen

Essentielles Vitamin

Affen und Halbaffen haben vor etwa 40 bis 63 Millionen Jahren die Fähigkeit verloren, Vitamin C selbst zu produzieren. Dies geschah aufgrund einer Genmutation, die zu einem nicht funktionsfähigen Enzym im letzten Schritt der Vitamin-C-Synthese führte. Diese Mutation konnte wahrscheinlich erhalten bleiben, weil sich die frühen Primaten* von einer Vitamin-C-reichen Kost aus Früchten und Pflanzen ernährten, so dass nur ein geringer Selektionsdruck bestand, die Synthese aufrechtzuerhalten. Der moderne Mensch ist daher für einen guten Vitamin-C-Status nach wie vor vollständig auf die Aufnahme von Vitamin-C-reichen Lebensmitteln wie Kiwis, Zitrusfrüchten, Erdbeeren, Tomaten, Kartoffeln, Blattgemüse und Beeren angewiesen. 

Ein Vitamin-C-Mangel kann weitreichende Folgen haben, da Vitamin C bei der Kollagenbildung, der Immunfunktion und der Wundheilung eine entscheidende Rolle spielt. Darüber hinaus schützt Vitamin C vor oxidativem Stress und unterstützt das Nervensystem. Eine Nahrungsergänzung ist angebracht, wenn die Zufuhr über die Nahrung unzureichend ist, wenn aufgrund von Krankheit, Stress, Tabakkonsum, Entzündungen oder Genesungsprozessen ein erhöhter Bedarf besteht oder wenn für therapeutische Anwendungen höhere Plasmakonzentrationen erwünscht sind.

* Siehe Erläuterung der Begriffe

Historischer Hintergrund

Symptome, die heute als Skorbut identifiziert werden, wurden bereits im altägyptischen Papyrus Ebers (um 1550 v. Chr.) beschrieben, wobei zur Behandlung Zwiebeln und Gemüse eingesetzt wurden. Hippokrates (460-377 v. Chr.) dokumentierte später ähnliche klinische Symptome. Ein entscheidender Schritt gelang im 18. Jahrhundert, als der englische Chirurg James Lind nachwies, dass Zitrusfrüchte die Skorbut-Anzeichen lindern konnten, obwohl der dafür verantwortliche Wirkstoff damals noch unbekannt war.(1) In den 1920er Jahren entschlüsselte der ungarische Biochemiker Albert Szent-Györgyi die chemische Struktur von Vitamin C und führte den Namen Ascorbinsäure ein, in Anlehnung an dessen Wirkung gegen Skorbut.(2) Mit Untersuchungen an Meerschweinchen, die ebenso wie Menschen kein Vitamin C bilden können, wies er nach, dass Vitamin C Skorbut heilen kann. In den 1970er Jahren gelangte Dr. Linus Pauling auf Grundlage von Literaturrecherchen und eigenen Erfahrungen zu der Überzeugung, dass hohe Dosen von Vitamin C einen wertvollen Beitrag zur Vorbeugung von Erkältungen, Grippe, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Infektionen und degenerativen Erkrankungen leisten.(3)

Biochemie und Physiologie

Vitamin C kommt im Körper als Redox-Paar* aus reduziertem Ascorbat (Ascorbinsäure) und oxidierter Dehydroascorbinsäure vor. Ascorbat wirkt als Antioxidans, indem es reaktiven Sauerstoff- und Stickstoffradikalen ein Elektron abgibt und dabei über einen Zwischenschritt zu Dehydroascorbinsäure oxidiert wird. Dieses Oxidationsprodukt ist chemisch instabil und kann weiter abgebaut, aber auch intrazellulär zu Ascorbat recycelt werden, unter anderem über Glutathion- und Enzym-abhängige Reduktionssysteme.

Ernährung und natürliche Quellen
In unserer Nahrung liegen etwa 80-90 % des Vitamin C als Ascorbinsäure und 10-20 % als Dehydroascorbinsäure vor. Der Vitamin-C-Gehalt von Obst und Gemüse kann stark variieren, sogar innerhalb derselben Art. Dies hängt von der Sorte, den Anbau- und Erntebedingungen, der Lagerung sowie der Zubereitungsart ab. Daher ist es sinnvoller, die tägliche Vitamin-C-Zufuhr auf Grundlage der gesamten Ernährungsweise zu beurteilen als anhand einzelner Lebensmittel.(4) 

Resorption, Verteilung, Metabolismus und Ausscheidung
Vitamin C wird im Körper über die natriumabhängigen Vitamin-C-Transporter 1 und 2 (sodium-dependent vitamin C transporters [SVCT]) aktiv aufgenommen (siehe Abbildung 1). Diese Transportproteine sind für die Aufrechterhaltung der Vitamin-C-Konzentrationen in allen Zellen (mit Ausnahme der Erythrozyten), Geweben und extrazellulären Flüssigkeiten verantwortlich. SVCT1 (kodiert durch das Gen SLC23A1) wird vor allem in der Darmwand und in den Nieren exprimiert und reguliert die Aufnahme aus der Nahrung sowie die Rückresorption von Vitamin C in den Nieren. SVCT2 (kodiert durch SLC23A2) ist hingegen in vielen verschiedenen Geweben vorhanden und sorgt insbesondere für die intrazelluläre Aufnahme und Verteilung von Vitamin C.

Die intestinale Resorption von Vitamin C ist dosisabhängig. Bei geringen Zufuhrmengen wird Ascorbat effizient über SVCT1 aufgenommen. Mit steigender Konzentration im Darmlumen wird dieses Transportsystem gesättigt, und die Resorptionsrate nimmt nach und nach ab. Von einer Einzeldosis von bis zu 100 mg werden etwa 80-90 % resorbiert. Bei einer Einnahme von 500 mg sinkt dieser Wert auf etwa 63 % und bei 1250 mg auf etwa 50 %.(5) Bei höheren Einnahmen (über 500 mg) kann es daher sinnvoll sein, die tägliche Gesamtdosis auf mehrere Einnahmezeitpunkte zu verteilen, um die Effizienz der Wirkstoffaufnahme zu optimieren. 

Ein ähnlicher Sättigungsmechanismus tritt bei der renalen Rückresorption auf. Bei niedrigen Plasmakonzentrationen wird Ascorbat fast vollständig resorbiert. Bei einer langfristigen Einnahme von mehr als etwa 500 mg/Tag stellt sich ein Gleichgewichtszustand ein, in dem die Rückresorption einen Sättigungspunkt erreicht hat und der Überschuss größtenteils über den Urin ausgeschieden wird.(6)

Im Plasma zirkuliert Vitamin C als Ascorbat und wird von dort aus in alle Gewebe transportiert. Die höchsten Konzentrationen finden sich in den Nebennieren (4-10 mM), im Gehirn (2-10 mM), in der Leber (1 mM) und in der Lunge (1 mM). Geringere Konzentrationen finden sich in den Nieren (0,3-0,5 mM), im Herzen (0,2-0,4 mM) und in den Skelettmuskeln (0,2-0,4 mM) (siehe Abbildung 1).(7) Rote Blutkörperchen nehmen ausschließlich Dehydroascorbinsäure auf, die im Zellinneren sofort zu Ascorbat reduziert wird.(8-10)

Vitamin C wird hauptsächlich über die Nieren eliminiert, wobei in geringerem Maße auch eine Ausscheidung über die Galle erfolgt. Darüber hinaus kann ein Teil des Vitamin C in Metabolite wie Oxalat umgewandelt werden, die ebenfalls über den Urin ausgeschieden werden.(11)

* Siehe Erläuterung der Begriffe

Abbildung 1. Orale Aufnahme und Verteilung von Vitamin C im Körper. Vitamin C wird im Darm über den Transporter SVCT1 resorbiert und anschließend in die Gewebe verteilt, wo es über SVCT2 in die Zellen aufgenommen wird, unter anderem in Körperzellen und in die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit (Liquor). Der Transport von der Darmzelle in den Blutkreislauf ist noch nicht vollständig geklärt und erfolgt wahrscheinlich über ein unbekanntes Transportprotein oder durch Diffusion. Darüber hinaus gibt es verschiedene Mechanismen, die bei der Aufrechterhaltung der Vitamin-C-Homöostase im Gewebe eine Rolle spielen.(12) ASC: Ascorbat, DHA: Dehydroascorbinsäure, mM: millimolar (mmol/l), Na: Natrium, SVCT1 und -2: Natriumabhängiger Vitamin-C-Transporter 1 und -2, μM: mikromolar (μmol/l).

Tagesbedarf

Empfehlungen von staatlichen Institutionen und Beratungsgremien
In Deutschland, Österreich und der Schweiz beträgt der Referenzwert für die Zufuhr 110 mg/Tag für Männer ab 18 Jahren und 95 mg/Tag für Frauen ab 18 Jahren, 105 mg/Tag für Schwangere und 125 mg/Tag für stillende Frauen.(13) Damit folgen diese Länder weitgehend den Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Lediglich von der Referenzaufnahmemenge für die Bevölkerung (Population Reference Intake - PRI)* für stillende Frauen wird abgewichen. Die EFSA legt für diese Gruppe einen PRI von 155 mg/Tag fest.(11)

Plasmaspiegel
In der Literatur werden fünf Kategorien für die Ascorbatkonzentrationen im Plasma unterschieden:(14)

  • defizient (<11 μmol/l)
  • Hypovitaminose C (11-23 μmol/l)
  • unzureichend (24-49 μmol/l)
  • ausreichend (50-69 μmol/l)
  • gesättigt (≥70 μmol/l).

Eine Plasmakonzentration von 50-69 µmol/l gilt als ausreichend, um alle physiologischen Funktionen von Vitamin C zu unterstützen.(15) Bei gesunden Männern wird bei einer täglichen Zufuhr von 60-100 mg Vitamin C eine Plasmakonzentration von etwa 50 µmol/l erreicht; bei gesunden Frauen wird dieser Wert bei einer etwas geringeren Zufuhr erreicht.(11,16) Pharmakokinetische Studien zeigen, dass eine Plasmasättigung (70-80 μmol/l) in der Regel bei einer Einnahme von ≥200 mg/Tag erreicht wird (siehe Abbildung 2).(6,11,17) Diese hohen Plasmakonzentrationen lassen sich nur durch eine tägliche Vitamin-C-Zufuhr von mehr als 200 mg aufrechterhalten.(17) Auch diese Plateauphase erreichen Frauen bei einer niedrigeren Dosierung als Männer.(16)

 

Abbildung 2. Zusammenhang zwischen der oralen Einnahme von Vitamin C und der Ascorbatkonzentration im Plasma. Bei Einnahme der empfohlenen Tagesdosis (Referenzzufuhr, in den Vereinigten Staaten 90 mg/Tag für Männer und 75 mg/Tag für Frauen) bleibt die Plasmakonzentration deutlich unterhalb des Sättigungsniveaus und sogar unterhalb des als ausreichend angesehenen Niveaus (50-69 µmol/l). Das bedeutet, dass höhere Zufuhrmengen erforderlich sind, um gesättigte Plasmaspiegel zu erreichen.(18)

Optimale Einnahme und höhere Dosierungen
Zahlreiche Forschungsergebnisse zeigen, dass eine optimale tägliche Zufuhrmenge von Vitamin C über den oben genannten Empfehlungen liegt.(16,19) Die optimale Vitamin-C-Zufuhr ist individuell verschieden und hängt von Faktoren wie Alter, Geschlecht, Körpergewicht, Gesundheitszustand, Stressbelastung und Lebensweise ab.
Ein gesättigter Plasmaspiegel ist mit einer optimalen Gewebesättigung und schützenden Wirkungen assoziiert. Bei diesen Plasmakonzentrationen sind auch Neutrophile und andere Immunzellen optimal gesättigt, was mit einer verbesserten Immunantwort und einer geringeren Anfälligkeit für Atemwegsinfektionen einhergeht.(6,20) Darüber hinaus ist ein Plasmaspiegel von etwa 75 µmol/l im Vergleich zu niedrigeren Spiegeln mit einer geringeren Inzidenz von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden.(21) Diese Ergebnisse stützen die Empfehlung, dass allgemein gesunde Erwachsene eine tägliche Gesamtzufuhr von mindestens 200 mg Vitamin C einhalten sollten, um optimale Plasmakonzentrationen zu erreichen.
Unter Bedingungen mit erhöhtem Bedarf wie bei oxidativem Stress, Infektionen, Tabakkonsum oder starker körperlicher Belastung (z. B. einer Operation) steigt der Vitamin-C-Turnover an und die Plasmakonzentrationen sinken schneller. In solchen Fällen sind höhere Dosierungen angebracht, in der Regel 300–1000 mg/Tag, bei bestimmten Indikationen 2000–8000 mg/Tag.(22-30) Es gibt auch interessante Daten zur intravenösen Verabreichung von Vitamin C. Im Gegensatz zur oralen Einnahme kann intravenös verabreichtes Vitamin C, bei dem die Einschränkungen durch intestinale Transporter umgangen werden, zu deutlich höheren Ascorbatkonzentrationen im Plasma führen.(3,31)
Zusammenfassend lässt die verfügbare Evidenz darauf schließen, dass eine tägliche Zufuhr von ≥200 mg Vitamin C für eine optimale Plasmasättigung und die allgemeine Förderung der Gesundheit angezeigt ist, während höhere Dosierungen (300–8000 mg/Tag) bei erhöhtem Bedarf oder spezifischen klinischen Anwendungen in Betracht gezogen werden können. Die fundiertesten Belege liegen jedoch für orale Dosierungen von bis zu etwa 2000 mg pro Tag vor. Die Studien, in denen noch höhere orale Dosierungen verwendet wurden, sind zahlenmäßig relativ gering.

Risikogruppen für einen Mangel
Der Bedarf an Vitamin C kann in verschiedenen Situationen erhöht sein, so zum Beispiel während der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Übergewicht, bei intensiver körperlicher Anstrengung, bei chronischem Stress oder bei einer einseitigen Ernährungsweise. Auch bei Erkrankungen wie Essstörungen und Malabsorptionsstörungen sowie bei übermäßigem Alkoholkonsum und bei älteren Menschen oder Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes kann der Bedarf steigen.(2) Raucher bilden eine eigene Risikogruppe und sollten täglich etwa doppelt so viel Vitamin C zu sich nehmen wie Nichtraucher.(16)
Eine Studie aus dem Jahr 2017 ergab, dass die durchschnittliche Zufuhr zwar hoch war, aber 17,4 % der deutschen Bevölkerung dennoch einen Mangel aufwiesen (Plasma-Ascorbatspiegel < 5 mg/l [< 28 mol/l]). Drei Prozent wiesen sogar einen Plasma-Ascorbatspiegel auf, der auf eine Defizienz hindeutet (<1,5 mg/l, [<8,5 mol/l]).(32)
Diese Erkenntnisse fügen sich in ein umfassenderes Gesamtbild ein. Epidemiologische Daten zeigen, dass ein suboptimaler Vitamin-C-Status weltweit sehr verbreitet ist, insbesondere in sozioökonomisch benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Im Vereinigten Königreich wurde beispielsweise in einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen bei 25,3 % der Männer und 16,1 % der Frauen ein Mangel, definiert als Serumspiegel <11 μmol/l, festgestellt.(33)
Obwohl ein niedriger Vitamin-C-Status häufiger in sozioökonomisch benachteiligten Bevölkerungsgruppen auftritt, zeigen Daten, dass dieses Problem auch in einkommensstarken Ländern stärker verbreitet ist. In einkommensstarken Ländern in Nord- und Südeuropa schwankt die Prävalenz eines Mangels zwischen 0,4 und 26 %.(19) Darüber hinaus ergab eine australische Analyse von 107 Studien aus 31 Ländern, dass 34 % der Bevölkerung in einkommensstarken Ländern einen unzureichenden Serumspiegel aufweisen.(34) In einer Studie unter 7607 erwachsenen US-Amerikanern wiesen 42 % einen Serumspiegel von <50 µmol/l auf.(14) Diese Ergebnisse zeigen, dass ein suboptimaler Vitamin-C-Status auch in Ländern mit hohem Einkommen ein weit verbreitetes Problem ist und sich nicht auf bestimmte Risikogruppen beschränkt.

Symptome eines Mangels
Bei einer langfristigen Einnahme von weniger als 10 mg Vitamin C pro Tag können innerhalb von 4 bis 12 Wochen Skorbut-Symptome auftreten. Dies wurde in Depletionsstudien am Menschen und in pharmakokinetischen Studien nachgewiesen.(18,35) Zu den frühen und späten klinischen Symptomen des Skorbuts gehören:(2,11)

  • Zahnverlust
  • Zahnfleischbluten
  • Gelenkschmerzen
  • Bindegewebserkrankungen
  • beeinträchtigte Wundheilung, unter anderem mit Petechien (Punktblutungen) und Hämatomen
  • Müdigkeit
  • Lethargie (extreme Antriebslosigkeit)
  • Muskelschwäche
  • neuropsychiatrische Symptome wie Depressionen, Hypochondrie und Stimmungsschwankungen.

Klinisch manifester Skorbut ist heutzutage selten, doch Vitamin-C-Mangel tritt nach wie vor auf. In einem frühen Stadium kann sich dies in unspezifischen Beschwerden wie Müdigkeit und empfindlichem Zahnfleisch äußern, weshalb der Zusammenhang mit einem Vitamin-C-Mangel in der Praxis nicht immer erkannt wird.(36) Darüber hinaus kann eine geringe Vitamin-C-Zufuhr – unabhängig vom Skorbut – durch eine verminderte Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen im Darm zur Entstehung einer Eisenmangelanämie beitragen.(37)

Bestimmung des Vitamin-C-Status
Die Ascorbatkonzentrationen im Plasma und in den Leukozyten gelten als valide Biomarker für den Vitamin-C-Status.(13,17,38) Aufgrund der breiten Verfügbarkeit von Referenzdaten ist Plasma-Ascorbat der am häufigsten verwendete Messwert. Für eine zuverlässige Messung sollte die Blutentnahme auf nüchternen Magen erfolgen. Vitamin C weist eine schnelle und dosisabhängige Pharmakokinetik auf. Nach oraler Einnahme steigt die Ascorbatkonzentration im Plasma innerhalb von 1-2 Stunden deutlich an, was zu einem vorübergehenden Spitzenwert führt, auf den eine erhöhte renale Clearance folgt. Diese postprandialen* Schwankungen spiegeln die jüngste Zufuhr wider und nicht den Grund- oder Gewebestatus, weshalb Messungen im nicht-nüchternen Zustand den Vitamin-C-Status zu hoch einschätzen können.
Die Messung der Plasma-Ascorbatkonzentration kann bei Menschen sinnvoll sein, deren Immunsystem nicht optimal funktioniert, bei einer Eisen- oder Kupferspeicherung, bei Diabetes, bei malignen Erkrankungen oder während einer Chemo- oder Strahlentherapie. Eine Bestimmung des Plasmaspiegels sollte auch bei Personen mit einer Nierenstein-Vorgeschichte in Betracht gezogen werden, die hohe Dosen Vitamin C einnehmen.(20)

* Siehe Erläuterung der Begriffe

Formen von Vitamin C-Ergänzungspräparaten

Vitamin C in Nahrungsergänzungsmitteln ist in verschiedenen chemischen und technologischen Formen erhältlich. Häufig verwendete synthetische Formen sind naturidentische L-Ascorbinsäure, mineralische Ascorbate wie Magnesium- und Calciumascorbat sowie fettlösliche Varianten wie Ascorbylpalmitat. Natürliches Vitamin C (L-Ascorbinsäure) in Nahrungsergänzungsmitteln wird in der Regel aus pflanzlichen Quellen wie Amla, Acerola, Camu-Camu und Hagebutte gewonnen. Darüber hinaus gibt es technologisch aufbereitete Präparate, darunter liposomales Vitamin C und Ester-C.
Bioflavonoide wie Quercetin, Hesperidin und Rutin sind pflanzliche Polyphenole, die in Obst und Gemüse häufig zusammen mit Vitamin C vorkommen und selbst antioxidative Eigenschaften besitzen. Um dieser natürlichen Kombination nahezukommen, werden einigen Nahrungsergänzungsmitteln Bioflavonoide zugesetzt, um mögliche synergistische Effekte zu unterstützen.(39)
Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zwischen den verschiedenen Vitamin-C-Formen sind chemische Stabilität, Säuregrad, Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit. Auf Grundlage dieser Eigenschaften kann für jede Person hinsichtlich der am besten geeigneten Form des Nahrungsergänzungsmittels eine fundierte Entscheidung getroffen werden.

Ascorbinsäure
Ascorbinsäure (L-Ascorbinsäure) ist die in Nahrungsergänzungsmitteln am häufigsten verwendete Vitamin-C-Form. Sie kann synthetisch hergestellt oder aus natürlichen Quellen isoliert werden. Beide Formen sind chemisch identisch und zeigen in Studien am Menschen hinsichtlich der Bioverfügbarkeit oder der physiologischen Aktivität keine signifikanten Unterschiede.(40) Vitamin-C-Ergänzungspräparate auf Basis pflanzlicher (aus biologischem Anbau stammender) Extrakte wie beispielsweise Amla enthalten in der Regel geringere Mengen an Vitamin C pro Dosis als Präparate mit synthetischer Ascorbinsäure. Diese Extrakte enthalten neben Vitamin C von Natur aus auch geringe Mengen anderer bioaktiver Stoffe, darunter Polyphenole. Aufgrund ihres niedrigen pH-Werts (hoher Säuregehalt) kann Ascorbinsäure bei höherer Einnahmemenge oder bei empfindlichen Personen Magen-Darm-Beschwerden verursachen.

Mineralascorbate (an Mineralstoffe gebundene Ascorbinsäure)
Calciumascorbat und Magnesiumascorbat sind Verbindungen, in denen Ascorbinsäure an Calcium bzw. Magnesium gebunden ist. Diese Verbindungen werden als gepufferte Formen von Vitamin C bezeichnet. Durch diese Verbindung wird die Säureeigenschaft der Ascorbinsäure teilweise neutralisiert, wodurch der pH-Wert höher ist. Mineralascorbate werden von Menschen mit empfindlichem Magen in der Regel besser vertragen als Ascorbinsäure. Darüber hinaus liefern Mineralascorbate neben Vitamin C auch eine zusätzliche Menge an Calcium oder Magnesium, was zur Gesamtzufuhr dieser Mineralstoffe beitragen kann.

Ester-C
Ester-C ist ein patentierter Vitamin-C-Komplex auf Grundlage von teilweise oxidiertem Calciumascorbat, wodurch Metabolite von Vitamin C wie Threonsäure (L-Threonat) bereits vorhanden sind. Threonsäure gilt als wichtiger Metabolit und spielt beim intrazellulären Transport und der Speicherung von Vitamin C eine Rolle. Das Vorhandensein von Threonsäure und verwandten Metaboliten kann die Bioverfügbarkeit von Vitamin C erhöhen und zu einer längeren Retention von Vitamin C in Immunzellen beitragen.(41-43) Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass Threonsäure bereits im Körper gespeichertes Vitamin C mobilisieren und für Stoffwechselprozesse verfügbar machen kann.(43) Durch die Pufferung mit Calcium ist Ester-C pH-neutral und wird daher von Menschen mit empfindlichem Magen viel besser vertragen.(44,45)
Eine im Jahr 2025 veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit untersuchte die potenziellen Vorteile von Ester-C im Vergleich zu herkömmlicher Ascorbinsäure, liposomalem Vitamin C und Calciumascorbat. Betrachtet wurden unter anderem die Bioverfügbarkeit, die Vitamin-C-Konzentrationen im Plasma und in den Leukozyten, die Wirkung auf die Immunfunktion sowie die Verträglichkeit. Das Fazit lautete, dass Ester-C besser vertragen wird, weniger Magen-Darm-Beschwerden verursacht und bessere Ergebnisse bei der Erhöhung der Vitamin-C-Konzentration in den Leukozyten zeigt, was für die Immunität von entscheidender Bedeutung ist.(46) Bei einer einmaligen Einnahme von 500 mg zeigte Ester-C gegenüber Ascorbinsäure eine stärkere stimulierende Wirkung auf die Immunzellfunktion (Phagozytose-Aktivität der Neutrophile) und einen stärkeren Anstieg der Anzahl der natürlichen Killerzellen (NK-Zellen). Nach einmaliger Einnahme von 250 mg gab es keinen Unterschied zwischen Ester-C und Ascorbinsäure.(43,46)

Liposomales Vitamin C
Bei einem liposomalen Vitamin-C-Präparat ist das Vitamin C in kleine Kügelchen (Liposomen) eingekapselt, die aus einer Phospholipid-Doppelschicht bestehen. Das Ziel dabei besteht darin, die Bioverfügbarkeit zu erhöhen. Zwischen den einzelnen liposomalen Vitamin-C-Ergänzungspräparaten gibt es große Qualitätsunterschiede. Es ist wichtig, sorgfältig zu prüfen, ob sich tatsächlich Liposomen gebildet haben und ob diese stabil sind. Längst nicht alle Anbieter haben klinische Studien durchgeführt, um die verbesserte Aufnahme ihrer spezifischen liposomalen Vitamin-C-Zubereitung im Vergleich zu nicht-liposomalem Vitamin C zu belegen. Für hochwertiges liposomales Vitamin C wurden potenzielle Vorteile beschrieben, doch es bedarf weiterer solider und konsistenter Belege, um diese Vorteile zu bestätigen.(47)

Ascorbylpalmitat
Zu Ascorbylpalmitat gibt es nur wenig Literatur. Es handelt sich um eine fettlösliche Form von Vitamin C, die vor allem in Hautpflegeprodukten verwendet wird. In einer Studie an Meerschweinchen erwies es sich als weniger bioverfügbar als Ascorbinsäure.(48) Ascorbylpalmitat wird im Darm größtenteils in Ascorbat und Palmitat gespalten, woraufhin Vitamin C als Ascorbat resorbiert wird.(49)

Biologische Funktionen von Vitamin C

Vitamin C spielt in verschiedenen physiologischen Prozessen eine Rolle. Im Folgenden werden die wichtigsten wissenschaftlich belegten biologischen Funktionen zusammengefasst.

Normale Funktionsweise des Immunsystems
Präklinische Untersuchungen an Mäusen zeigen, dass Vitamin C antivirale Immunreaktionen in der Frühphase einer Infektion unterstützt, insbesondere gegen das Influenzavirus.(50) Vitamin C ist für die Produktion des Zytokins Typ-I-Interferone während der antiviralen Reaktion unerlässlich. Darüber hinaus stimuliert Vitamin C die Aktivität von NK-Zellen und T-Lymphozyten.(43,51-55) Klinische Studien belegen in diesem Zusammenhang, dass Vitamin C die Funktion der Granulozyten* verbessert und so zur Abwehr von Infektionen beiträgt.(56,57)

Antioxidans
Antioxidantien bilden eine wichtige erste Verteidigungslinie gegen oxidativen Stress und tragen so dazu bei, Entzündungsprozesse zu begrenzen. Vitamin C ist ein starkes wasserlösliches Antioxidans, das reaktive Sauerstoffspezies (ROS) neutralisieren kann und so dazu beiträgt, oxidativen Stress sowie oxidative Schäden an Lipiden, Proteinen und der DNA zu verhindern. Darüber hinaus kann Vitamin C andere Antioxidantien wie beispielsweise Vitamin E regenerieren und so die antioxidative Kapazität der Zellen unterstützen. Bei chronischen Entzündungen steigt der Vitamin-C-Verbrauch, wodurch sich der Bedarf an Vitamin C erhöht.(20)
Im Auge ist Vitamin C in hohen Konzentrationen vorhanden, wo es die Augenstrukturen vor UV-induzierten freien Radikalen schützt, die unter anderem an der Entstehung von Grauem Star und Netzhautschäden beteiligt sind.(58) Vitamin C kann zudem entzündungshemmend wirken, indem es die Produktion von proinflammatorischen Zytokinen wie IL-1, TNF-α und IL-6 hemmt.(20,59)

Prooxidans
Vitamin C wirkt im Körper meist als Antioxidans. In vitro kann Ascorbat jedoch in höheren Konzentrationen und in Gegenwart von Metallionen wie Eisen und Kupfer prooxidative Reaktionen anregen, bei denen unter anderem Wasserstoffperoxid entsteht.(60) Dieser Mechanismus liefert eine wichtige Rechtfertigung für die Erforschung pharmakologischer Vitamin-C-Dosierungen in der Onkologie.(1) Durch orale Supplementierung lassen sich die Plasmaspiegel nur begrenzt erhöhen, da die Resorption im Darm an ihre Grenzen stößt und die renale Ausscheidung zunimmt. Eine einmalige Einnahme von 1,25 g führt zu einem vorübergehenden Plasma-Spitzenwert von 135 μmol/l, und die Einnahme von 3 g alle 4 Stunden führt zu Spitzenwerten um 220 μmol/l, während bei intravenöser Verabreichung wesentlich höhere (millimolare) Konzentrationen erreicht werden können.(17,61,62) Eine mögliche klinisch relevante prooxidative Wirkung liegt daher vor allem im Bereich der intravenösen pharmakologischen Dosierung.

Absenkung des C-reaktiven Proteins
Vitamin C kann Entzündungsprozesse modulieren, indem es die Aktivierung von Transkriptionsfaktor Nuclear Factor Kappa B (NF-κB) hemmt, einem zentralen Regulator der proinflammatorischen Genexpression. Über diesen Mechanismus kann Vitamin C zur Absenkung des C-reaktiven Proteins (CRP) beitragen, eines Akute-Phase-Proteins, dessen Spiegel bei Entzündungen, Infektionen, Traumata, Krebs, Autoimmunerkrankungen und nach Operationen ansteigt.(63) In einer systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse wurde nachgewiesen, dass die Supplementierung mit Vitamin C, insbesondere bei Dosierungen <500 mg/Tag, bei bestimmten Untergruppen, darunter Männer, Nichtraucher, gesunde Menschen und Personen unter 40 Jahren, mit einem signifikanten Rückgang des CRP-Wertes einhergeht.(63)

Wirkung von Prostaglandinen
Prostaglandine sind lokal wirkende Botenstoffe, die an Schmerzempfindungen, Fieber und Entzündungsreaktionen beteiligt sind. Sie werden aus Arachidonsäure mithilfe von Cyclooxygenase-Enzymen (COX-1 und -2) synthetisiert. Vitamin C kann die Bildung bestimmter proinflammatorischer Prostaglandine durch Hemmung der COX-Aktivität verringern, unter anderem über seine Redoxwirkung. Experimentelle Untersuchungen zeigen zudem, dass Vitamin C in Kombination mit Acetylsalicylsäure die Produktion von Prostaglandin E2 stärker hemmen kann als Acetylsalicylsäure allein, was auf eine synergistische Wirkung auf inflammatorische Signalwege hindeutet.(64)

Eisenaufnahme
Vitamin C erhöht die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln, angereicherten Produkten und Nahrungsergänzungsmitteln, hat jedoch keinen nennenswerten Einfluss auf die Aufnahme von Häm-Eisen aus tierischen Quellen. Ascorbinsäure reduziert Fe³⁺ zu dem besser löslichen und resorbierbaren Fe²⁺, wodurch die Aufnahme im Zwölffingerdarm gefördert wird.(7,65)
Zudem bildet Vitamin C im Darm stabile lösliche Chelate mit Eisen, wodurch eine Ausfällung verhindert und die hemmende Wirkung von Phytinsäure*, Polyphenolen und Calcium auf die Eisenaufnahme teilweise neutralisiert wird.(65) Systemisch beeinflusst Vitamin C den Eisenstoffwechsel vor allem indirekt. Es trägt dazu bei, Eisen in der Fe²⁺-Form zu erhalten, und unterstützt so die Verfügbarkeit von Eisen für Transport und Speicherung.(66)
Untersuchungen zeigen, dass ein Molverhältnis* von Ascorbinsäure zu Nicht-Häm-Eisen von etwa 4:1 bis 6:1 erforderlich ist, um die Bioverfügbarkeit von Nicht-Häm-Eisen signifikant zu erhöhen. Umgerechnet auf die Masse bedeutet dies, dass pro 5 mg Nicht-Häm-Eisen etwa 40-60 mg Vitamin C benötigt werden. Dieses Verhältnis wurde in humanen Resorptionsstudien mit Isotopen experimentell ermittelt und gilt insbesondere für Mahlzeiten, die Resorptionshemmer wie Phytate und Polyphenole enthalten.(67,68)

Cofaktor von Enzymen
Vitamin C fungiert als essenzieller Cofaktor für eine Vielzahl von Enzymen und ist daher für verschiedene Stoffwechselprozesse unverzichtbar. So ist es an der Synthese von Carnitin und damit an der Energiegewinnung aus Fettsäuren beteiligt. Vitamin C ist auch Cofaktor von Enzymen, die für die Synthese von Katecholaminen verantwortlich sind. Katecholamine sind biologisch aktive Substanzen, die als Hormone und Neurotransmitter fungieren. Die wichtigsten Katecholamine sind Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin. Sie werden aus der Aminosäure Tyrosin synthetisiert und spielen eine zentrale Rolle bei der Stressreaktion, der Regulation von Herzfrequenz und Blutdruck sowie beim Energiestoffwechsel. Auch am Stoffwechsel von Folat und Aminosäuren wie Tyrosin und Tryptophan ist Vitamin C beteiligt.(11)

Aufbau von Kollagen
Vitamin C ist für die Kollagenbildung von entscheidender Bedeutung. Kollagen ist das wichtigste Strukturprotein von Bindegewebe wie Haut, Knochen, Zähnen, Knorpel, Sehnen und Blutgefäßen und bestimmt die Festigkeit und Elastizität dieser Gewebe. Vitamin C ist für die Aktivität der Enzyme notwendig, die am Aufbau von Kollagen beteiligt sind. Diese Enzyme sind auf Eisen in der reduzierten Fe²⁺-Form angewiesen. Vitamin C bewahrt Eisen in dieser Form, indem es Fe³⁺ zu Fe²⁺ reduziert. Bei einem Vitamin-C-Mangel werden diese Enzyme inaktiv, was zu einer gestörten Funktion des Bindegewebes und einer erhöhten Verletzlichkeit insbesondere der Gefäßwände führt.(11,60,62)

Epigenetik
Vitamin C spielt eine wichtige Rolle bei der epigenetischen* Regulation. Vitamin C ist ein essenzieller Cofaktor bestimmter Enzyme, sogenannter TET-Enzyme, die an der Entfernung von Methylgruppen aus der DNA (Demethylierung) beteiligt sind. TET steht für Ten-Eleven-Translokation. Die DNA-Demethylierung ist von entscheidender Bedeutung, da Methylgruppen an der DNA die Genexpression unterdrücken können. Durch die Entfernung dieser Methylgruppen können Gene wieder aktiv werden und ihre Funktionen erfüllen.(7)
In ähnlicher Weise spielen andere Vitamin-C-abhängige Enzyme eine Rolle bei der Demethylierung von Histonen. Histone sind kleine kugelförmige Proteine, um die sich die DNA wickelt, damit sie in den Zellkern passt. Außerdem steuern sie, welche Gene aktiv sind, und spielen damit eine wichtige Rolle dabei, wie der Körper funktioniert und sich anpasst. Indem sie Methylgruppen von Histonen entfernen, machen diese Enzyme die DNA für das Auslesen und die Exprimierung von Genen zugänglicher.(7,60)

* Siehe Erläuterung der Begriffe

Einsatzbereiche für eine Supplementierung

Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Verbesserung der Endothelfunktion
Oxidativer Stress kann das Gefäßendothel schädigen und dadurch die Regulation von Vasodilatation und Vasokonstriktion beeinträchtigen. Vitamin C trägt als Antioxidans zum Schutz des Endothels vor oxidativen Schäden bei.(22) Darüber hinaus unterstützt Vitamin C die strukturelle Integrität der Blutgefäße durch seine Rolle bei der Kollagensynthese, die für die Festigkeit und Elastizität der Gefäßwand unerlässlich ist.(11,60)
In einer Interventionsstudie an Menschen mit Atherosklerose (n = 46) führte die Supplementierung mit 500 mg Vitamin C pro Tag über einen Zeitraum von 30 Tagen zu einer 50-prozentigen Verbesserung der flussvermittelten Gefäßdilatation* (flow-mediated dilation - FMD) im Vergleich zu Placebo.(69) Eine Metaanalyse zeigt, dass eine Supplementierung mit über 500 mg Vitamin C pro Tag die Endothelfunktion bei Menschen mit Atherosklerose, Diabetes und Herzinsuffizienz signifikant verbessert, während bei gesunden Personen kaum eine Wirkung festgestellt wurde.(70)

Verbindung zum Blutdruck
Ein niedriger Vitamin-C-Spiegel wird durchweg mit erhöhtem Blutdruck in Verbindung gebracht.(22,24,71-73) Beobachtungsstudien zeigen, dass Hypertoniker signifikant niedrigere Ascorbatspiegel im Plasma aufweisen als normotensive Personen. In einer systematischen Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2020, in die 11 Querschnitts- und 7 Fall-Kontroll-Studien einbezogen wurden, zeigte sich, dass die durchschnittliche Vitamin-C-Konzentration bei Menschen mit Bluthochdruck um etwa 15 μmol/l niedriger war. Zudem wurde ein umgekehrter Zusammenhang zwischen dem Vitamin-C-Status und sowohl dem systolischen als auch dem diastolischen Blutdruck festgestellt, wobei höhere Vitamin-C-Spiegel mit niedrigeren Blutdruckwerten einhergingen. Ein kausaler Zusammenhang konnte nicht abgeleitet werden, da es sich bei allen einbezogenen Studien um Fall-Kontroll- und Querschnittsstudien handelt. Den Autoren zufolge kann der niedrigere Vitamin-C-Status bei Personen mit erhöhtem Blutdruck verschiedene Ursachen haben, so z. B. eine erhöhte Ausscheidung, einen erhöhten Verbrauch durch oxidativen Stress und die Einnahme von blutdrucksenkenden Medikamenten.(22)
Eine australische systematische Übersichtsarbeit zeigt, dass eine Vitamin-C-Supplementierung den Plasmaspiegel erhöht, das Ansprechen jedoch stark vom Gesundheitszustand abhängt. Bei gesunden Personen erreicht der Vitamin-C-Spiegel bei einer Zufuhr von etwa 200 bis 400 mg pro Tag einen Plateauwert von 70-80 µmol/l. Bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist der Anstieg des Vitamin-C-Spiegels bei vergleichbarer Zufuhr deutlich geringer. So führte die Einnahme von 200 mg Vitamin C pro Tag über einen Zeitraum von vier Wochen bei gesunden Menschen mit einem niedrigen Ausgangswert zu einem Anstieg des Vitamin-C-Spiegels um etwa 100 %, während bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen lediglich ein Anstieg von etwa 28 % festgestellt wurde.(71) Dieser Unterschied deutet darauf hin, dass bei Krankheit eine höhere Vitamin-C-Dosis erforderlich ist, um eine vergleichbare Sättigung wie bei gesunden Personen zu erreichen, was wahrscheinlich auf erhöhten oxidativen Stress, einen beschleunigten Turnover von Ascorbat und eine verminderte Recyclingkapazität zurückzuführen ist. Diese Ergebnisse stützen die therapeutische Anwendung höherer Vitamin-C-Dosen bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.(74)
Im Einklang mit diesen Erkenntnissen zeigen Interventionsstudien, dass eine Vitamin-C-Supplementierung auch positive Auswirkungen auf den Blutdruck haben kann, besonders bei Gruppen mit erhöhter oxidativer Belastung. Eine systematische Übersichtsarbeit anhand von 20 Interventionsstudien mit insgesamt 890 Teilnehmenden ergab, dass eine Vitamin-C-Supplementierung mit einer medianen Dosis von 757,5 mg/Tag und einer medianen Interventionsdauer von 6 Wochen zu einer signifikanten Senkung des systolischen Blutdrucks bei Menschen mit Bluthochdruck (-3,2 mmHg) und bei Menschen mit Typ-2-Diabetes führte (-4,6 mmHg).(73) Andere Interventionsstudien an hypertensiven Erwachsenen zeigen, dass eine durchschnittliche Einnahme von etwa 500 mg/Tag mit einer Senkung des systolischen Blutdrucks (-4,85 mmHg) und des diastolischen Blutdrucks (-1,67 mmHg) einhergeht.(23)

Atherosklerose
Vitamin C kann die Entstehung von Arteriosklerose über mehrere biologisch plausible Mechanismen hemmen. Es verringert die Oxidation von LDL-Cholesterin, die einen entscheidenden Schritt bei der Plaquebildung in der Gefäßwand darstellt. Darüber hinaus fördert Vitamin C die Umwandlung von Nitrat in Nitrit und anschließend in Stickstoffmonoxid (NO). NO wirkt gefäßerweiternd und verbessert die Qualität des Gefäßendothels. In einer explorativen Studie wurde darauf hingewiesen, dass die Kombination von Nitrat und Vitamin C eine vielversprechende Strategie zur Behandlung von Hypercholesterinämie und Atherosklerose sein könnte.(75) Außerdem senkt Vitamin C das Risiko für einen zu hohen Cholesterinspiegel und die Bildung von Gallensteinen, da es die Umwandlung von Cholesterin in Gallensäuren fördert.(11)
Ein weiterer Mechanismus, durch den Vitamin C Atherosklerose hemmen kann, ist die Verringerung der Anheftung (Adhäsion) von Monozyten* an das Endothel. Dieser Prozess ist einer der ersten Schritte bei der Entstehung von Atherosklerose. In einer Interventionsstudie am Menschen führte die Einnahme von 250 mg Vitamin C über sechs Wochen bei Personen mit niedrigem Vitamin-C-Spiegel zu einer signifikanten Verringerung der Monozytenadhäsion.(76) Raucher weisen in der Regel sowohl einen niedrigeren Vitamin-C-Spiegel als auch eine erhöhte Monozytenansammlung in der Gefäßwand auf. In dieser Gruppe führte die Supplementierung mit 2000 mg Vitamin C pro Tag über einen Zeitraum von zehn Tagen zu einer deutlichen Verringerung der Monozyten-Plaques, die stärker ausfiel als bei Nichtrauchern.(77) Darüber hinaus trägt Vitamin C zur Stabilisierung bestehender atherosklerotischer Plaques bei, wodurch das Risiko einer Ruptur und klinischer Komplikationen sinkt.(78,79) In einer kontrollierten Humanstudie wurde zudem nachgewiesen, dass eine kombinierte Supplementierung mit Vitamin E (91 mg) und Vitamin C (250 mg mit verzögerter Freisetzung) das Fortschreiten der Atherosklerose bei Männern verlangsamen kann.(25)

Herzrhythmusstörungen
Es gibt klinische Hinweise darauf, dass Vitamin C das Risiko eines erneuten Auftretens von Herzrhythmusstörungen nach einer Kardioversion senken kann. In einer randomisierten kontrollierten Studie mit 44 Patienten wurde das Auftreten von Vorhofflimmern innerhalb einer Woche nach einer erfolgreichen Kardioversion untersucht. Die Interventionsgruppe erhielt Vitamin C (2000 mg vor der Kardioversion, gefolgt von 1000 mg/Tag über sieben Tage), während die Kontrollgruppe keine zusätzliche Behandlung erhielt. In der Vitamin-C-Gruppe trat bei 4,5 % ein Rückfall auf, in der Kontrollgruppe dagegen bei 36,3 % – ein statistisch signifikanter Unterschied.(26)
In einer systematischen Übersichtsarbeit, in der die präventive Wirkung von Vitamin C auf Herzrhythmusstörungen bei Hochrisikopatienten untersucht wurde, wurden fünfzehn randomisierte Studien analysiert: vierzehn Studien mit Patienten nach einer Herzoperation und eine Studie zur Kardioversion. Im Durchschnitt wurde eine Verringerung des Auftretens von Herzrhythmusstörungen um 27 % festgestellt, obwohl die Ergebnisse sehr uneinheitlich waren. Bei Patienten nach einer Herzoperation wurde zudem eine durchschnittliche Verkürzung der Krankenhausaufenthaltsdauer um 10 % festgestellt.(80)
Zwei weitere Metaanalysen bestätigen eine schützende Wirkung von Vitamin C hinsichtlich der Entstehung postoperativer Herzrhythmusstörungen. Im Vergleich zu Placebo ging die Supplementierung mit Vitamin C mit einem deutlichen Rückgang postoperativer Herzrhythmusstörungen einher. Die Dosierung betrug in allen Studien 2000 mg am Abend vor der Operation, gefolgt von täglich 1000 bis 2000 mg über einen Zeitraum von 4 oder 5 Tagen. Der beobachtete Effekt lässt sich möglicherweise durch eine Verringerung des akuten oxidativen Stresses erklären, der bei Herzoperationen eine wichtige Rolle spielt.(81,82) Bislang liegen keine Studien vor, die belegen, dass Vitamin C das Auftreten von Herzrhythmusstörungen in der Allgemeinbevölkerung verhindern kann.

Atemwegsinfektionen
Vitamin C kann die Krankheitsdauer bei Atemwegsinfektionen verkürzen. Dies geht aus einer systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse von zehn Studien mit insgesamt 4520 Teilnehmern hervor, in denen eine signifikante Verkürzung der Krankheitsdauer festgestellt wurde, jedoch kein eindeutiger Einfluss auf den Schweregrad der Infektion. Es wurde jedoch eine präventive Wirkung beobachtet. Die Anzahl der Atemwegsinfektionen war bei den Vitamin-C-Anwendern geringer. Die verabreichten oralen Vitamin-C-Dosen lagen zwischen 200 und 8000 mg/Tag.(27)
Eine systematische Übersichtsarbeit zur Chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD), die auf zehn randomisierten Studien mit 487 Teilnehmern basiert, zeigt, dass eine tägliche Einnahme von 400 mg Vitamin C die Lungenfunktion verbessert und die antioxidative Kapazität erhöht.(83) Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass eine tägliche Einnahme von 70 mg Vitamin C das Auftreten rezidivierender Atemwegsinfektionen bei Kindern deutlich verringern kann.(84)

Erkältung
Für die Wirkung bei Erkältungen ist die Dosierung von Vitamin C entscheidend. Bei einer Erkältung kann die Einnahme von ≥200 mg Vitamin C pro Tag die Dauer und den Schweregrad der Erkrankung leicht verringern, wie eine umfassende systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse zeigt, wobei die Wirkung in einer kalten Umgebung und/oder bei starker körperlicher Anstrengung sowie bei Kindern stärker ausfällt.(28) In der Metaanalyse wurde vor allem bei einer regelmäßigen Einnahme von ≥1000 mg/Tag eine Wirkung auf den Schweregrad und die Dauer von Erkältungen festgestellt. Bei Kindern führte eine vorbeugende Nahrungsergänzung mit 1000-2000 mg/Tag zu einer Verkürzung der Erkältungsdauer um 18 %; bei Erwachsenen betrug diese Verkürzung bei einer Einnahme von ≥1000 mg/Tag 8 %. In fünf Studien mit Personen, die kurzfristigen, extremen körperlichen Belastungen ausgesetzt waren wie beispielsweise Marathonläufer und Skirennfahrer, halbierte Vitamin C in Dosierungen von 250 bis 1000 mg/Tag das Risiko einer Erkältung.(28) Im Einklang mit diesen Ergebnissen zeigt eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse derselben Forschungsgruppe aus dem Jahr 2023, dass eine tägliche Einnahme von ≥1000 mg Vitamin C den Schweregrad einer Erkältung um 15-26 % verringert.(85)

Anämie (Blutarmut)
Vitamin C kann bei der Anämie-Behandlung eine unterstützende Rolle spielen, da es insbesondere die Eisenaufnahme verbessert. Eine polnische systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2022 untersuchte die Wirkung von Ernährungsinterventionen auf die Anämie bei menstruierenden Frauen. Insgesamt wurden 14 randomisierte kontrollierte Studien einbezogen. In allen Studien bestand die Intervention grundsätzlich aus einer Eisensupplementierung, gegebenenfalls in Kombination mit Vitamin C oder Vitamin D oder mit einer Reduzierung der Phytinsäure in der Ernährung. In den vier Studien, in denen zusätzliches Vitamin C verabreicht wurde, wurde im Vergleich zu den anderen Interventionen der stärkste Anstieg der Eisenaufnahme beobachtet. Die Vitamin-C-Zufuhr über die Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel lag zwischen 165 und 235 mg/Tag, wobei die Interventionsdauer 6 bis 16 Wochen betrug.(86)

Typ-2-Diabetes
Vitamin C kann zur Verbesserung der Blutzuckerregulation und zur Begrenzung der Insulinresistenz beitragen. Dies wird unter anderem auf eine Verringerung des oxidativen Stresses zurückgeführt, was die Insulinausschüttung verbessern kann, sowie auf die Hemmung von Entzündungsprozessen, die an der Insulinresistenz beteiligt sind.(87) Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Vitamin C die Aktivität von GLUT-4 (Glukosetransporter) steigern kann, wodurch die Glukoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen erhöht wird.(11)
In einer Metaanalyse aus dem Jahr 2023 wurden 22 randomisierte Studien mit insgesamt 1447 Patienten mit Typ-2-Diabetes untersucht. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine Vitamin-C-Supplementierung wirksamer ist als eine Kontrollbehandlung zur Verbesserung des Blutzuckerspiegels, insbesondere bei einer Anwendungsdauer von mehr als 12 Wochen und bei Dosierungen über 1000 mg/Tag. In einigen Studien wurde Vitamin C mit Metformin oder Vitamin E kombiniert; die Kontrollgruppen erhielten ein Placebo, keine Behandlung oder ein Placebo plus Metformin oder Vitamin E.(87) Eine weitere Metaanalyse zeigt, dass die Wirkung von Vitamin C auf den Blutzuckerspiegel nach mindestens 12-wöchiger Einnahme stärker ist als in den Kontrollgruppen. Die größte Wirkung zeigte sich bei der Senkung des Blutdrucks mit einem durchschnittlichen Rückgang des systolischen Blutdrucks um 6,27 mmHg und des diastolischen Blutdrucks um 3,77 mmHg.(88)
Bei Typ-2-Diabetes treten regelmäßig erhöhte Triglycerid- und LDL-Cholesterinwerte auf, wodurch sich das kardiovaskuläre Risiko erhöht. In einer systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse aus dem Jahr 2021, die 15 randomisierte Studien umfasste, wurde die Wirkung von Vitamin C auf das Lipidprofil bei Typ-2-Diabetes untersucht. Eine Vitamin-C-Supplementierung zeigte bei längeren Interventionen (≥12 Wochen) günstigere Wirkungen als bei einer kurzfristigen Supplementierung, und die Wirkung war bei Dosierungen über 200 mg/Tag stärker.(89)

Schwangerschaft
Der Vitamin-C-Bedarf ist während der Schwangerschaft und Stillzeit erhöht, unter anderem aufgrund der aktiven Weitergabe an den Fötus bzw. der Abgabe in die Muttermilch.(11) Die Einnahme von Vitamin C während der Schwangerschaft wurde mit verschiedenen Folgen in Verbindung gebracht. Eine systematische Übersichtsarbeit anhand von 15 randomisierten kontrollierten Studien zeigt, dass eine geringe Vitamin-C-Zufuhr während der Schwangerschaft mit einem erhöhten Risiko für Schwangerschaftsdiabetes verbunden ist. Aufgrund dieser Erkenntnis kann eine erhöhte Zufuhr von Vitamin-C-reichen Lebensmitteln und die Aufrechterhaltung eines ausreichenden Vitamin-C-Spiegels im Blut zur Vorbeugung von Schwangerschaftsdiabetes beitragen.(90)

Vorzeitiger Blasensprung
Im Jahr 2024 wurden zwei systematische Übersichtsarbeiten zur Rolle von Vitamin C bei der Vorbeugung eines vorzeitigen Blasensprungs (vor der 37. Schwangerschaftswoche) veröffentlicht. Oxidativer Stress spielt dabei eine wichtige Rolle, was eine mögliche schützende Wirkung von Vitamin C unterstreicht. Nath et al. kommen zu dem Schluss, dass eine Supplementierung mit vorzugsweise 100 mg Vitamin C pro Tag bei Frauen mit einer Vorgeschichte von vorzeitigem Blasensprung signifikant positive Auswirkungen hat.(91) Pejcic et al. zeigen, dass Frauen mit dieser Komplikation einen signifikant niedrigeren Vitamin-C-Spiegel aufweisen und dass eine Vitamin-C-Supplementierung das Risiko offenbar senkt. Es bedarf weiterer groß angelegter und gut konzipierter Studien, um diese Ergebnisse zu bestätigen.(92)

Rauchen in der Schwangerschaft
Vom Rauchen während der Schwangerschaft wird dringend abgeraten. Bei Frauen, die trotz intensiver Begleitung weiterhin rauchen, kann eine Supplementierung mit 500 mg Vitamin C pro Tag die Lungenfunktion des Babys verbessern.(93-95)

Mentale Gesundheit
Historische Beschreibungen des Skorbuts erwähnten neben somatischen Beschwerden auch neuropsychiatrische Symptome, darunter Niedergeschlagenheit. Diese frühen Beobachtungen werden durch aktuelle biologische und klinische Forschungsergebnisse gestützt. Das Gehirn enthält hohe Konzentrationen an Vitamin C, wo es als Antioxidans und als Cofaktor bei der Synthese von Katecholaminen fungiert.(96) Präklinische Untersuchungen belegen zudem eine Rolle bei der neuronalen Entwicklung und Differenzierung.(97,98)
Beobachtungsstudien zeigen in der Regel einen umgekehrten Zusammenhang zwischen der Vitamin-C-Zufuhr oder dem Vitamin-C-Status und depressiven Symptomen.(99-101) Eine systematische Übersichtsarbeit von neun Studien ergab, dass ein Vitamin-C-Mangel mit Symptomen von Depressionen und kognitiven Störungen in Zusammenhang steht.(102) Darüber hinaus zeigen klinische Studien, dass die Supplementierung mit Vitamin C positive Auswirkungen auf Depressionen, Angstzustände, Müdigkeit und das allgemeine Wohlbefinden haben kann.(103-107) Eine Metaanalyse von zehn Studien mit insgesamt 836 Teilnehmern ergab, dass vor allem Menschen mit bestehenden depressiven Symptomen von einer Nahrungsergänzung profitierten. In den Studien, in denen eine positive Wirkung festgestellt wurde, lag die tägliche Dosis zwischen 500 und 1000 mg Vitamin C.(107)
Zusätzliche Untersuchungen an gesunden jungen Erwachsenen deuten darauf hin, dass der Vitamin-C-Status auch mit der geistigen Vitalität zusammenhängt. Sim et al. stellten in einer bevölkerungsbezogenen Querschnittsstudie einen Zusammenhang zwischen einer niedrigen Ascorbatkonzentration im Plasma und einer verminderten geistigen Vitalität fest. In der randomisierten Studie derselben Forscher erhielten Teilnehmer mit einer Plasma-Ascorbatkonzentration von <50 μmol/l vier Wochen lang zweimal täglich 500 mg Vitamin C oder ein Placebo. Die Supplementierung führte zwar nicht zu einer Verbesserung der Stimmung oder der BDNF*-Spiegel, steigerte jedoch die Arbeitsmotivation, die Aufmerksamkeit und die Leistungsfähigkeit bei kognitiven Aufgaben, die eine anhaltende Konzentration erfordern.(108)

Stress
Chronischer Stress geht oft mit erhöhten Cortisolwerten einher. Eine randomisierte Studie hat gezeigt, dass eine tägliche Einnahme von 1000 mg Vitamin C dazu beitragen kann, erhöhte Cortisolwerte bei Frauen mit chronischem Stress zu senken. Nach acht Wochen waren die Cortisolwerte im Vergleich zu Placebo signifikant gesunken.(109)

Mundgesundheit
Untersuchungen zeigen, dass eine empfohlene Tagesdosis von 75-90 mg Vitamin C für Menschen mit niedrigen Blutspiegeln möglicherweise nicht ausreicht, um Zahnfleischbluten zu verhindern. In einer systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse verringerte die Vitamin-C-Supplementierung die Neigung zu Zahnfleischbluten, insbesondere bei einem niedrigen Ausgangswert (<28 mol/l).(110) Aus mehreren Studien geht hervor, dass Vitamin C eine Option sein kann, die bei Menschen mit einer Neigung zu Zahnfleischentzündungen sowie zur Erhaltung eines gesunden Zahnfleisches eingesetzt werden kann, auch wenn einige Ergebnisse widersprüchlich sind.(111,112)
Eine systematische Literaturübersicht mit 14 randomisierten Studien und 3 nicht kontrollierten Studien ergab, dass 7 der 9 Studien mit vergleichbaren Endpunkten positive Wirkungen von Vitamin C unter anderem auf Blutungsparameter, den Plaque-Index, den Gingiva-Index und in einigen Fällen auf die Taschentiefe oder den Zahnfleischrückgang zeigten.(113) Eine weitere systematische Übersichtsarbeit (6 randomisierte Studien) kam zu dem Schluss, dass Vitamin C die Blutungs- und Entzündungsindizes bei Gingivitis verbessern kann, dass jedoch bei schwerer Parodontitis hinsichtlich der Taschentiefe oder der Geweberegeneration kein klinisch relevanter Nutzen vorliegt.(114) Die in Studien verwendeten Dosierungen und Darreichungsformen variieren stark und werden nicht immer genau dokumentiert, so dass sich eine eindeutige Empfehlung zur Nahrungsergänzung auf Grundlage der Literatur nicht hinreichend begründen lässt.

Schmerzen
Klinische Studien zeigen, dass die Verabreichung von Vitamin C (oral und/oder intravenös) sowohl bei akuten als auch bei chronischen Schmerzen sicher und wirksam sein kann. Dadurch könnte der Einsatz von Opiaten und anderen Analgetika möglicherweise reduziert werden. Vitamin C kann die Wirksamkeit von Opioiden verstärken, wodurch geringere Dosierungen erforderlich sein können und Nebenwirkungen abnehmen.(115,116) Hohe Vitamin-C-Dosen können zudem Entzugserscheinungen bei der Anwendung von Opioiden lindern.(117)
Die schmerzstillende Wirkung wird teilweise auf die antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften von Vitamin C zurückgeführt, wodurch Entzündungsprozesse und Gewebeschäden gehemmt werden. Darüber hinaus spielt Vitamin C eine Rolle bei der Synthese von Neurotransmittern wie Serotonin und Dopamin, die an der Schmerzwahrnehmung beteiligt sind. Als wichtiger Faktor bei der Kollagenbildung spielt Vitamin C auch eine Rolle bei der Wundheilung.

Postoperative Schmerzen und das komplexe regionale Schmerzsyndrom
Untersuchungen zeigen, dass eine Operation aufgrund der hohen oxidativen Stressbelastung zu einem stark erhöhten Vitamin-C-Bedarf und zu einem Rückgang des Plasma-Ascorbatspiegels führt. In dieser Situation reichen die üblichen Vitamin-C-Dosierungen nicht mehr aus, um den Plasmaspiegel wieder zu normalisieren.(118) Die Verabreichung einer hohen Dosis Vitamin C (≥500 mg, oral oder intravenös) vor und nach der Operation kann unter anderem zur Linderung postoperativer Schmerzen von Nutzen sein. Die entsprechenden Belege stammen aus Studien in folgendem Zusammenhang:

  •  Schmerzen nach komplexen Operationen am Sprunggelenk und Fuß, bei denen die Gabe von 1000 mg Vitamin C (Ascorbinsäure und Natriumascorbat) bis zu 40 Tage nach der Operation zu einer Schmerzlinderung und einer geringeren Häufigkeit des komplexen regionalen Schmerzsyndroms* (CRPS) führte (119);
  • Orthopädische Patienten mit postoperativen Schmerzen und CRPS. In einer systematischen Übersichtsarbeit anhand von sieben Studien mit insgesamt 1361 Teilnehmern lag die Vitamin-C-Dosierung zwischen 200 und 1500 mg/Tag(120);
  • Patienten mit einer Knieprothese, bei denen die Einnahme von 1000 mg Vitamin C bis zu 40 Tage nach der Operation zu einer signifikant geringeren Häufigkeit von CRPS führte.(121)

Bauchschmerzen bei Endometriose
Zwei systematische Übersichtsarbeiten zu chronischen Bauchschmerzen bei Endometriose zeigen, dass die Kombination aus Vitamin C und Vitamin E wirksam sein kann. Die Übersichtsarbeit von Zheng et al. analysierte vier Studien, in denen 1000 mg Vitamin C pro Tag mit Vitamin E (800–1200 IE/Tag) kombiniert wurden; die durchschnittliche Studiendauer betrug acht Wochen, und das Ergebnis war eine signifikante Schmerzlinderung.(122) Die systematische Übersichtsarbeit von Bayu et al. bestätigt diese Ergebnisse und berichtet darüber hinaus über eine Linderung verschiedener Schmerzsymptome, darunter chronische Beckenschmerzen, Dysmenorrhoe und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.(123) Die Autoren vermuten, dass oxidativer Stress eine wichtige Rolle in der Pathophysiologie von Schmerzen bei Endometriose spielt. Antioxidantien wie Vitamin C könnten hier ansetzen, indem sie die erhöhte Belastung durch ROS (reaktive Sauerstoffspezies) verringern, was zur Schmerzlinderung beitragen kann.

Neurodegenerative Erkrankungen
Alzheimer
Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass Vitaminmangel eine Rolle bei der Entstehung und dem Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit spielen könnte. In einer Analyse von 67 Publikationen wurden die Vitaminwerte von Menschen mit Alzheimer mit denen gesunder Kontrollgruppen verglichen. Alzheimer-Patienten wiesen signifikant niedrigere Spiegel mehrerer Vitamine auf, wobei der größte Unterschied bei Vitamin C zu verzeichnen war.(124) Nicht nur im Blut, sondern auch im Hirngewebe von Alzheimer-Patienten werden geringere Vitamin-Konzentrationen festgestellt, darunter auch von Vitamin C.(125)

Parkinson
Eine Metaanalyse der Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen Antioxidantien und dem Risiko, an Parkinson zu erkranken, legt nahe, dass eine höhere Zufuhr bestimmter Antioxidantien mit einem geringeren Risiko verbunden ist. Eine tägliche Einnahme von 50 mg Vitamin C, 5 mg Vitamin E, 2 mg Beta-Carotin und 1 mg Zink wurde mit einem geringeren Parkinson-Risiko in Verbindung gebracht. Die Qualität der vorliegenden Erkenntnisse ist jedoch begrenzt, und die Ergebnisse sind nicht eindeutig, so dass weitere Untersuchungen erforderlich sind.(126,127)

Risiko einer Gichterkrankung
Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass eine zusätzliche Vitamin-C-Zufuhr das Gichtrisiko bei Männern verringert. Eine tägliche Einnahme von 1000-1500 mg Vitamin C ist mit einem um 34 % geringeren Risiko für Gicht verbunden, während eine Einnahme von mehr als 1500 mg im Vergleich zu Männern, die keine Vitamin-C-Präparate einnehmen, mit einer Risikoreduktion von 45 % einhergeht.(128)
Eine mögliche Erklärung ist, dass Vitamin C den Harnsäurespiegel im Serum senkt. Bei einer Vitamin-C-Gesamtzufuhr von ≥500 mg/Tag ist der Serum-Harnsäurespiegel um etwa 0,6–0,7 mg/dl niedriger als bei einer Zufuhr von <90 mg/Tag.(129) Diese Größenordnung entspricht den Ergebnissen einer randomisierten Studie, in der eine Supplementierung mit 500 mg Vitamin C pro Tag über zwei Monate den Serum-Harnsäurespiegel um 0,5 mg/dl senkte, während in der Placebo-Gruppe keine Veränderung festgestellt wurde.(130) Eine solche Senkung des Serum-Harnsäurespiegels kann zu einer klinisch relevanten Verringerung des Gichtrisikos führen.(129)

* Siehe Erläuterung der Begriffe

Anwendungsempfehlungen

Allgemeine Erhaltungsdosis: 200-500 mg pro Tag
Therapeutische Dosierung: 500-8000 mg pro Tag

Da die Resorption von Vitamin C im Darm bei hohen Dosierungen stark abnimmt, wird für therapeutische Zwecke eine mehrfache Einnahme von Vitamin C im Abstand von drei Stunden empfohlen. Oder eine stündliche Einnahme bei beginnender Erkältung.(131) Durch mehrere Einnahmezeitpunkte am Tag wird ein stabiler Plasmaspiegel beibehalten.

Qualitätsaspekte

Voor een hoge inname van vitamine C is ascorbinezuur (de goedkoopste en meest gebruikte vorm van vitamine C) niet altijd geschikt, omdat veel mensen deze zure vitamine C minder goed verdragen. Vitamine C in de (niet-zure) vorm van mineraalascorbaten (zoals calciumascorbaat of magnesiumascorbaat) en Ester-C wordt doorgaans beter verdragen door mensen met een gevoelige maag. Biologische vitamine C is beschikbaar uit onder andere de amla-bes (Emblica officinalis, Indiase kruisbes). 

Sicherheit

Vitamine C is een veilige (wateroplosbare) vitamine, ook in hoge doseringen, en wordt over het algemeen goed verdragen. Bij doseringen boven 3000-4000 mg/dag neemt de kans op diarree, misselijkheid, brandend maagzuur en buikkrampen toe.(11) Deze effecten zijn dosisafhankelijk en reversibel na verlaging of staken van de inname.(2,11) Er is geen officiële aanvaardbare bovengrens (UL) vastgesteld.(135) Het is overigens wel raadzaam om tijdens de zwangerschap niet hoger te doseren dan 1000 mg/dag zonder medisch toezicht, aangezien veiligheidsgegevens bij hogere doseringen beperkt zijn.(11)
Vitamine C bevordert de intestinale absorptie van non-heemijzer. Bij mensen met hemochromatose kan vitamine C ijzerstapeling (ferritine, transferrinesaturatie) verergeren.(68) Deze groep wordt geadviseerd geen vitamine C tijdens de maaltijden in te nemen en vitamine C-suppletie te beperken tot maximaal 500 mg/dag.(136) Hoge doses vitamine C worden ook afgeraden tijdens chemo- of radiotherapie (tenzij onder deskundige begeleiding).

Risico op nierstenen
Een hoge inname van vitamine C uit voedingssupplementen kan theoretisch het risico op nierstenen (calciumoxalaatstenen) verhogen, omdat ascorbaat gedeeltelijk wordt gemetaboliseerd tot oxalaat en de urine-oxalaatuitscheiding kan verhogen. Verschillende prospectieve cohortstudies hebben inderdaad een verband gevonden tussen hoge doses (≥1000 mg/dag) vitamine C-suppletie en een verhoogd risico op nierstenen bij mannen, terwijl dit verband bij vrouwen niet werd waargenomen.(137–139) Daarentegen vond een oudere cohortstudie geen associatie tussen een hoge vitamine C-inname en nierstenen bij mannen.(140) Interessant genoeg hebben ook gerandomiseerde gecontroleerde studies geen aanwijzingen gevonden voor een verhoogd risico op nierstenen bij vitamine C-suppletie, zelfs niet bij hoge doses en gedurende langere tijd.(141) Twee grote cross-sectionele studies lieten zelfs zien dat personen met de hoogste vitamine C-inname een lagere kans op nierstenen hadden dan personen met de laagste inname.(142,143) Dit negatieve verband was het duidelijkst bij vrouwen, personen van 60 jaar en ouder en personen met een BMI van meer dan 30.(143)
Kortom, het verband tussen vitamine C-suppletie en een verhoogd risico op de vorming van nierstenen blijft controversieel. Desondanks worden hoge doses vitamine C ontraden bij mannen met een voorgeschiedenis van nierstenen of mensen met een sterk verminderde nierfunctie.

Wechselwirkungen mit Medikamenten und anderen Nährstoffen

  • Eine hohe Vitamin-C-Zufuhr kann die Eisenaufnahme erhöhen.
  • Eine hohe Vitamin-C-Zufuhr kann die Aufnahme von Kupfer verringern.(141)
  • Protonenpumpenhemmer senken die Ascorbinsäurekonzentration im Magen, wahrscheinlich aufgrund einer verminderten Stabilität bei höherem pH-Wert.(142)
  • Vitamin C in einer Dosierung von zweimal täglich 500 mg kann die Wirksamkeit einer Triple-Therapie gegen eine Helicobacter-pylori-Infektion steigern.(143)
  • Aufgrund seiner antioxidativen Wirkung kann Vitamin C die Wirksamkeit einer Strahlentherapie und bestimmter Chemotherapeutika, darunter Cyclophosphamid, Chlorambucil, Carmustin, Busulfan, Thiotepa und Doxorubicin, beeinträchtigen. Andere Studien zeigen hingegen potenzielle Vorteile von Antioxidantien als Ergänzung zur Chemotherapie.(2,37,144) Eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ist angebracht.
  • In Kombination mit anderen Antioxidantien kann Vitamin C den durch Niacin und Simvastatin verursachten Anstieg des HDL-Cholesterins verringern. Es ist nicht bekannt, ob dies auch für andere Lipidsenker gilt; eine Kontrolle der Lipidwerte wird empfohlen.(2,37)
  • Vitamin C kann den Aspirinspiegel erhöhen, während Aspirin den Vitamin-C-Spiegel senken kann.(145,146) Vitamin C kann durch Aspirin verursachte Reizungen der Magenschleimhaut lindern und möglicherweise die Hemmung von Prostaglandin E2 durch Aspirin verstärken; dies wurde experimentell nachgewiesen, jedoch noch nicht klinisch bestätigt.(64,147)
  • Bei Menschen mit Bluthochdruck, die blutdrucksenkende Medikamente einnehmen, sind die Ascorbatspiegel im Plasma niedriger als bei Hypertonikern mit unbehandeltem Bluthochdruck.(22) Eine Überwachung des Plasma-Ascorbatspiegels und gegebenenfalls eine Supplementierung (ca. 200–500 mg/Tag) kann in Absprache mit dem Arzt in Betracht gezogen werden.
  • Vitamin C kann die Wirksamkeit von Opioiden verstärken, wodurch geringere Dosierungen erforderlich sind. Dies wurde vor allem in onkologischen Zusammenhängen bei Dosierungen von mehr als 2000 mg/Tag beschrieben.(115,116)
  • Vitamin C kann möglicherweise die Resorption und damit die Wirksamkeit von Levodopa verbessern.(148,149)
  • Bei einer Hypothyreose mit Gastritis kann Vitamin C die Resorption von Levothyroxin verbessern.(150,151)
  • Orale Verhütungsmittel und Tetracycline können den Bedarf an Vitamin C erhöhen.(152,153)
  • Bei Frauen mit Vitamin-C-Mangel, die östrogenhaltige Präparate wie die Antibabypille oder eine Hormonersatztherapie einnehmen, kann eine Vitamin-C-Supplementierung möglicherweise zu einem Anstieg des Östrogenspiegels führen.(154)
  • Vitamin C kann die Wirkung von Nitroglycerin unterstützen und die Nitrattoleranz verringern.(155-157)
  • Vitamin C verringert in Tiermodellen die durch Mononatriumglutamat verursachte Organtoxizität.(158-162)

Erläuterung der Begriffe

BDNF: Brain-Derived Neurotrophic Factor, ein Protein, das für das Überleben, das Wachstum und die Differenzierung von Neuronen unerlässlich ist. Es spielt eine zentrale Rolle beim Lernen und beim Gedächtnis. Verringerte BDNF-Spiegel werden mit Depressionen, neurodegenerativen Erkrankungen und kognitivem Verfall in Verbindung gebracht. 

Epigenetische Regulation: Regulation der Genexpression durch biochemische Mechanismen wie DNA-Methylierung und Histon-Methylierung, die darüber entscheiden, ob ein Gen transkribiert wird. Die DNA-Kodierung ändert sich dabei nicht.

Flussvermittelte Dilatation (flow-mediated dilation, FMD): nicht-invasive Messgröße für die endothelabhängige Gefäßerweiterung und häufig verwendeter Surrogatmarker für die Endothelfunktion in Interventionsstudien.

Granulozyt: eine Art weißer Blutkörperchen (Leukozyten) des angeborenen Immunsystems, die sich durch das Vorhandensein von Granula im Zytoplasma auszeichnen. Granulozyten spielen durch Phagozytose sowie die Freisetzung antimikrobieller Substanzen und reaktiver Sauerstoffspezies eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Krankheitserregern. 

Komplexes regionales Schmerzsyndrom* (engl.: CRPS): chronische und oft starke Schmerzen in den Gliedmaßen, meist nach einer Operation oder einer Verletzung.

Molverhältnis: Verhältnis zwischen der Zahl der Mole Vitamin C und der Zahl der Mole Nicht-Häm-Eisen, die während der Resorption gleichzeitig im Darmlumen vorhanden sind. Ein Molverhältnis von 4:1 bis 6:1 bedeutet, dass pro Mol Nicht-Häm-Eisen vier bis sechs Mol Ascorbinsäure erforderlich sind, um die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen signifikant zu steigern. Umgerechnet auf die Masse bedeutet dies, dass pro 5 mg Nicht-Häm-Eisen etwa 40-60 mg Vitamin C benötigt werden.

Monozyten: eine Art weißer Blutkörperchen (Leukozyten), die zum angeborenen Immunsystem gehören. Im Zusammenhang mit der kardiovaskulären Gesundheit spielen Monozyten eine wichtige Rolle, da sie sich bei einer Endothelaktivierung an die Gefäßwand anheften, zur Intima wandern und dort zu Entzündungen und der Entstehung von Atherosklerose beitragen. Aktivierte Monozyten produzieren reaktive Sauerstoffspezies und Zytokine, was zu einer Schädigung des Endothels und einer Beeinträchtigung der Gefäßfunktion führen kann.

Phytinsäure: die Form, in der Phosphor in Samen, Nüssen, Getreide und Hülsenfrüchten gespeichert ist. Sie kann sich an Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Calcium binden und so deren Aufnahme verhindern. Phytinsäure gilt daher als Antinährstoff.

Postprandial: nach einer Mahlzeit.

Primaten: eine Ordnung innerhalb der Klasse der Säugetiere, zu der alle Arten von Halbaffen, Affen, Menschenaffen und der Mensch gehören.

Redoxpaar: eine reduzierte und eine oxidierte Form desselben Stoffes, die durch Elektronenübertragung reversibel ineinander umgewandelt werden können.

Referenzaufnahmemenge für die Bevölkerung (Population Reference Intake - PRI): die tägliche Menge eines Nährstoffs, von der angenommen wird, dass sie den Bedarf fast aller gesunder Menschen in einer Population deckt.

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Veröffentlicht am: 23-Apr-2026

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