Ashwagandha, königliches Kraut aus Indien

Ashwagandha

Ashwagandhawurzel und Pulver

Ashwagandha (Withania somnifera oder Winterkirsche, eine Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse oder Solanaceae) ist ein wichtiges Phytotherapeutikum aus Indien, Südasien, Zentralasien und Teilen Afrikas.

Der aus dem Sanskrit stammende Name (ashwa für Pferd, gandha für Geruch) verweist auf den typischen Geruch der frischen Wurzel. In der ayurvedischen Heilkunde und anderen traditionellen Medizinsystemen wie Unani und Siddha wird Ashwagandha (vor allem die Wurzel) bereits seit über 4000 Jahren als Tee, Sirup, Salbe, Tinktur oder Puder angewendet.

Ashwagandha, auch Indischer Ginseng oder Königskraut genannt, ist oft Bestandteil ayurvedischer Rasayanas, Kräutermischungen mit verjüngenden Wirkungen, die den Zustand von Körper und Geist verbessern, mehr Energie geben und zu einem gesunden und langen Leben beitragen.1-4 Ashwagandha besitzt starke adaptogene Wirkungen: Es erhöht die nicht-spezifische Resistenz gegenüber Krankheit und körperlichem und psychischem Stress, der akuter oder chronischer Art sein kann.3,5,6

Traditionelle therapeutische Anwendungsgebiete sind unter anderem stressbedingte Beschwerden (wie Angstzustände, Depressionen, schlechtes Gedächtnis, Libidoverlust, Schlaflosigkeit, nervöse Erschöpfung, Bluthochdruck), Tumore, Diabetes mellitus, Magen-Darm-Beschwerden, Arthritis und neurodegenerative Erkrankungen.1,4 In den letzten Jahren wurden in zunehmendem Maße wissenschaftliche Untersuchungen zu den medizinalen Eigenschaften von Ashwagandha durchgeführt. Inzwischen wurden gut 800 Studien veröffentlicht. Die Zahl der mit Ashwagandha durchgeführten Humanstudien ist noch begrenzt, aber die vielen präklinischen Studien zeigen vielversprechende Ergebnisse und stehen mit traditionellen Anwendungsgebieten von Ashwagandha oft in Einklang. Viele Studien sind mit KSM-66 durchgeführt worden, einem Ashwagandha-Wurzelextrakt, der auf einen Withanolid-Gehalt von 5% standardisiert ist.

Pharmakologisch wirksame Inhaltsstoffe

Bioaktive Inhaltsstoffe in Ashwagandha sind unter anderem Steroidlactone (Withanolide), Alkaloide (darunter Withanin, Anaferin, Isopelletierin, Somniferin, Tropin), Saponine (Sitoindoside/Glycowithanolide), Cumarine (Scopoletin, Esculetin), Phytosterole (Stigmasterol, Beta-Sitosterol), Aminosäuren (darunter Tryptophan), Mineralstoffe (darunter Eisen) und Bioflavonoide.5,8 Die wichtigsten pharmakologisch wirksamen Inhaltsstoffe sind wahrscheinlich die Withanolide. Die Einzigartigkeit von Ashwagandha besteht darin, dass es von allen Pflanzen die größte und strukturell vielfältigste Zusammenstellung von Withanoliden enthält.4

 

Alterungshemmung

Ashwagandha wirkt der (vorzeitigen) Alterung auch dadurch entgegen, dass es oxidativen Stress und niederschwellige Entzündungen hemmt und die Stressresistenz erhöht.1 In-vitro-Untersuchungen zeigten, dass Withanon in Ashwagandha der Zellalterung durch Niederregulation des Cyclin-abhängigen Kinasehemmers p21WAF1 entgegenwirkt.9 Dieses Regulationsmolekül hemmt die Zellteilung, begünstigt die Zellalterung und Apoptose und spielt möglicherweise eine Rolle in der Pathogenese altersbedingter Krankheiten wie Atherosklerose, Morbus Alzheimer, Krebs, Arthrose und Arthritis.9,10

 

Auswirkungen auf das Nervensystem

Reduzierung von Angst und Stress

Ashwagandha wirkt durch die Regulation des Stresssystems (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse und Sympathikus-Nebennierenmark-Achse), die Unterstützung der Nebennierenfunktion und Hemmung von oxidativem Stress stark stress- und angstreduzierend.3,11-13 Vermutlich wirkt Ashwagandha der stressinduzierten Absenkung des Serotoninspiegels und Erhöhung des Cortisol- und Glutamatspiegels entgegen.2,14 Stress- und Angstreduktion (Anxiolyse) sind auch auf die Stimulation der GABAergen Neurotransmission (über GABAA– und GABAB-Rezeptoren) zurückzuführen.15-17 In verschiedenen Humanstudien mit unter chronischem Stress leidenden Versuchspersonen führte die Supplementierung mit Ashwagandha-Extrakt (125-1000 mg/Tag) zu einer dosisabhängigen Abnahme des Cortisolspiegels (wichtiger Stress-Marker) und des CRP-Spiegels (C-reaktives Protein, ein Entzündungsmarker).3,12,13 Ashwagandha führte zur (dosisabhängigen) Anxiolyse, gemessen anhand der Hamilton Anxiety Scale, des Beck Anxiety Inventory oder der Perceived Stress Scale.12 Die Supplementierung mit Ashwagandha bewirkte einen Rückgang von Konzentrationsproblemen und Vergesslichkeit, insbesondere bei einer Dosis von 500 mg/Tag. In einer Humanstudie wurde Ashwagandha an 39 Erwachsenen mit einer Angststörung (Klassifikation nach ICD-10) getestet. Die eine Hälfte der Gruppe nahm zweimal täglich 250 mg Ashwagandha-Extrakt ein, die andere Hälfte ein Placebo. Nach 6 Wochen belief sich der Prozentsatz Responder in der Ashwagandha-Gruppe auf 88,2%, in der Placebogruppe demgegenüber auf 50%.15

Die gesundheitlichen Auswirkungen von Ashwagandha sind vielfältig, überlagern sich und bewegen sich auf dem Gebiet der Psycho-Neuro-Immuno-Endokrinologie, die die gegenseitigen Wechselwirkungen von Psyche und Nervensystem, Immunsystem und endokrinem System aufzeigt.3,7 Beeinflusst durch psychologische Prozesse überwachen und regulieren diese komplexen Kommunikationssysteme viele physiologische Prozesse und schützen den Körper vor inneren und äußeren Bedrohungen (Stressoren). Ashwagandha bietet hierzu die nötige Unterstützung.4

Antidepressive Aktivität

Ashwagandha kann gegen stressbedingte (reaktive) Depression helfen, indem es die serotonerge und adrenerge Neurotransmission beeinflusst.14,16,18,19 Im Tierversuch hatte Ashwagandha eine mit Imipramin vergleichbare antidepressive Wirkung.1 In einer Humanstudie mit unter chronischem Stress leidenden Versuchspersonen nahmen die Depressionssymptome durch Supplementierung mit Ashwagandha (60 Tage lang zweimal täglich 300 mg) signifikant um 64-79% ab (festgestellt durch den General Health Questionnaire-28 und die Depression Anxiety Stress Scales).3

 

Leichte Sedierung, bessere Schlafqualität

Tierexperimentelle Studien haben gezeigt, dass Ashwagandha für schnelleres Einschlafen und eine bessere Schlafqualität sorgt, auch durch Stimulierung der GABAergen Neurotransmission (über GABAA-Rezeptoren), Stressregulation und Verringerung von oxidativem Stress.16,17,20-32 In einer Humanstudie führte die Supplementierung mit 750 oder 1250 mg Ashwagandha-Extrakt (entsprechend 6-10 Gramm Wurzel) bei 6 der 17 gesunden Probanden zur Verbesserung der Schlafqualität (obwohl sie nicht an Schlaflosigkeit litten).23

 

Verbesserung von Kognition und Gedächtnis

Die Ayurveda-Heilkunst betrachtet Ashwagandha als ‘medhya rasayana’, ein Kraut, das gut für Gedächtnis und Intellekt ist, besonders bei Stress.1 Studien zeigen, dass eine Supplementierung mit Ashwagandha zur Verbesserung der kognitiven und psychomotorischen Leistungsfähigkeit führt; bei Menschen mit bipolarer Störung verbessert sie die Kognition.25 Ashwagandha ist gut für das Denkvermögen und das Gedächtnis.2,17,24,26,27 Cholinerge Neuronen spielen in Lern- und Gedächtnisprozessen eine wichtige Rolle, auch weil die Konzentration und Aufmerksamkeit (Alertness) erhöht wird. Ein Abfall der cholinergen Neurotransmission trägt zur altersbedingten kognitiven Beeinträchtigung und zu Morbus Alzheimer bei.24,27

 

Neuroprotektive und neuroregenerative Aktivität

Ashwagandha hat verschiedene neuroprotektive Wirkeffekte:

  • Ashwagandha schützt vor glutamatinduzierter Neurotoxizität, vermutlich durch die Erhöhung der intrazellulären Glutathionkonzentration und den Schutz vor oxidativer Schädigung von NMDARs (N-Methyl-D-Aspartat-Rezeptoren), was Neuronen für glutamatinduzierten oxidativen Stress prädisponiert.29,30
  • Ashwagandha wirkt oxidativem Stress entgegen und erhöht die Menge von antioxidativ wirkenden Enzymen und Glutathion im Gehirn, möglicherweise durch Induktion des Transkriptionsfaktors Nrf2 (Nuclear factor (erythroid-derived 2)-like 2).2 Die orale Supplementierung mit Withanoliden und verschiedenen Sitoindosiden erhöhte bei Versuchstieren den Gehalt an Glutathionperoxidase, SOD (Superoxiddismutase) und Katalase im frontalen Cortex und Striatum.81,82 Ashwagandha schützt das Gehirn vor Hypoxie-induziertem oxidativen Stress und einer Hirnfunktionsstörung.31
  • Ashwagandha wirkt neuroprotektiv durch Entzündungshemmung und Regulation der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse.
  • Ashwagandha moduliert die serotonerge Neurotransmission (Erhöhung der Signaltransduktion der 5-HT2-Rezeptoren und Absenkung der Signaltransduktion der 5-HT1-Rezeptoren) und stimuliert die GABAerge Neurotransmission, was mit einer Neuroprotektion assoziiert ist.14,20
  • Inhaltsstoffe von Ashwagandha (darunter Withanolid A, die Withanoside IV und V, Sominon) fördern die Neurogenese (die Bildung neuer Neuronen) im Gehirn, u. a. durch die Erhöhung des Wachstumsfaktors BDNF (brain-derived neurotrophic factor).

 

Die verschiedenen Wirkeffekte von Ashwagandha schützen vor der Verschlechterung kognitiver Fähigkeiten.25,3135 Nach Meinung der Wissenschaftler können diese neuroregenerativen Wirkungen bereits bei oraler Einname einer üblichen Dosis Ashwagandha einsetzen (siehe „Einnahme und Sicherheit“).

 

Schutz und Regeneration bei neurodegenerativen Erkrankungen

Ashwagandha ist ein vielversprechendes Phytotherapeutikum zur Behandlung von (neurodegenerativen) Erkrankungen wie Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson, Chorea Huntington, HIV-assoziierter Demenz, Rückenmarksverletzung, Tardiver Dyskinesie und ischämischem Schlaganfall.4,24,32-34,36-38 Ein zusätzlicher Vorteil von Ashwagandha bei (beginnender) Demenz ist, dass es eine beruhigende Wirkung hat und sich damit von vielen anderen Adaptogenen unterscheidet.37

 

Auswirkungen auf das Immun- und das antioxidative System

Antioxidative, entzündungshemmende und immunmodulatorische Aktivität

Ashwagandha besitzt antioxidative Aktivität, stimuliert die Bildung von endogenen antioxidativ wirkenden Enzymen und Glutathion, hemmt Entzündungen (u a. durch Hemmung der Aktivierung von NF-kB) und hat immunmodulatorische Wirkungen.4,5,40-42 Die schmerzstillende Wirkung von Ashwagandha ist zum Teil durch die entzündungshemmende Eigenschaft und Absenkung des oxidativen Stesses, aber auch durch die Beeinflussung des Opioidsystems im Gehirn zu erklären.43

 

Antimikrobielle Aktivität

Seit jeher wird Ashwagandha bei Durchfall, Verdauungsstörungen und Magen-Darm-Erkrankungen eingesetzt.44 Ashwagandha besitzt (in vitro) auch eine antimikrobielle Wirksamkeit gegen den berüchtigten Krankenhauskeim MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus), der unter anderem Endokarditis, Osteomyelitis und Lungenentzündung verursachen kann.45 In einer Tierstudie war Ashwagandha (Wurzelextrakt auf Wasserbasis, oral verabreicht in einer Dosis von 100 mg/kg/Tag) bei Salmonellose wirksam.46 60 % der Tiere überlebten die Infektion, während alle Tiere aus der Kontrollgruppe starben. Die Menge der Bakterien in den lebenswichtigen Organen (Leber, Lunge, Milz und Nieren) verringerte sich durch die Supplementierung mit Ashwagandha dramatisch.

 

Schutz vor Krebs, Unterstützung der Krebstherapie

Es gibt Hinweise aus präklinischen Studien, dass Bestandteile von Ashwagandha (darunter Withanolide, Withaferine, Withanoside) antikarzinogen wirken, die Effektivität einer Chemo- und Strahlentherapie erhöhen und Nebenwirkungen dieser schulmedizinischen Behandlungen veringern.4,5,40,4749 Die antikanzerogene Aktivität von Ashwagandha ist wahrscheinlich zum Teil auf folgende Wirkeffekte zurückzuführen: Hochregulation von Phase-2-Enzymen in der Leber, Hemmung der Tumorzellteilung über das Tumorsuppressor-Gen p53, Erhöhung der Empfindlichkeit von Krebszellen gegenüber oxidativem Stress und Apoptose, Hemmung des Zellzyklus (durch Niederregulation des Regulationsmoleküls p34cdc2), Hemmung der Angiogenese, NF-kB- Suppression und Anregen des Immunsystems (Zunahme der Leukozytenzahl, Zunahme der Aktivität der Makrophagen und natürlichen Killerzellen).40,48,50,51

 

Auswirkungen auf das endokrine System

Seit jeher wird Ashwagandha beim prämenstruellen Syndrom, bei Beschwerden in den Wechseljahren, verminderter Fruchtbarkeit und nachlassender Libido eingesetzt. Als Adaptogen hat Ashwagandha über die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse regulierenden Einfluss auf die Bildung von Hormonen, auch Sexualhormonen.52,53 Ashwagandha hat sowohl bei Männern als auch bei Frauen eine Libido-steigernde Wirkung.5456 Die Forschung zeigt, dass dieses Kraut die Spermaqualität signifikant verbessern kann und dadurch die Fruchtbarkeit von Männern erhöht.5657

 

 

Unterstützung der Schilddrüsenfunktion

In der ayurvedischen Heilkunde wird Ashwagandha bei Hypothyreose eingesetzt, meist in Kombination mit anderen ayurvedischen Heilpflanzen wie Bacopa monnieri (Brahmi), Commiphora mukul (Guggul), Scutellaria und Lepidium meyeni (Maca). Ashwagandha hilft möglicherweise gegen subklinische Hypothyreose und damit zusammenhängende Beschwerden wie Müdigkeit, geistige Trägheit, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Niedergeschlagenheit und Gewichtszunahme.59

 

Regulation des Glucosestoffwechsels

In der ayurvedischen Heilkunde wird Ashwagandha bei Diabetes mellitus empfohlen. Es gibt (insbesondere aus Tierstudien) immer mehr wissenschaftliche Beweise dafür, dass Ashwagandha Diabetes und Diabetes-Vorstufen und damit zusammenhängende Komplikationen günstig beeinflusst.58,60-63 In einer Humanstudie an 24 Erwachsenen mit leichtem Diabetes Typ 2 senkte Ashwagandha (3×1 Gramm/Tag über einen Zeitraum von 30 Tagen) den Blutzuckerspiegel ebenso gut wie das orale Antidiabetikum Glibenclamid und signifikant besser als das Placebo.64

 

Einnahme und Sicherheit

Ashwagandha erfüllt die Anforderungen an ein Adaptogen: Es reduziert stressbedingte Schäden, ist sicher in der Anwendung, auch in höheren Dosierungen und bei langfristigem Gebrauch, es hat keine unerwünschten Wirkungen wie zum Beispiel Entzugserscheinungen, und es beeinflusst die Körperprozesse nicht mehr als nötig.3 Die übliche Dosierung der getrockneten Ashwagandha-Wurzel beträgt für Erwachsene etwa  3 bis 6 Gramm pro Tag (Extrakt 300-600 mg/Tag). Die vorübergehende Einnahme von Ashwagandha-Extrakt in einer Dosierung von bis zu 1250 mg/Tag hat sich als sicher erwiesen.65 Es sind keine signifikanten Nebenwirkungen bekannt, abgesehen von einem einzigen Fall von reversibler Thyreotoxikose.68 Menschen mit Schilddrüsenüberfunktion sollten mit Ashwagandha daher vorsichtig sein. Vorsicht ist auch bei Überempfindlichkeit gegenüber Pflanzen aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) geboten. Aufgrund fehlender Sicherheitsdaten wird die Anwendung von Ashwagandha während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen. Withaferin A hat zytotoxische Wirkungen; die Einnahme hoher Dosen dieses Withanolids ist daher unangebracht.32 Die Wurzel der Ashwagandha-Pflanze, die meist verwendet wird, hat einen geringeren Gehalt an Withaferin A als die Blätter. Die Menge Withaferin A im Wurzelextrakt KSM-66 ist zu vernachlässigen.

 

Wechselwirkungen

  • Ashwagandha erhöht möglicherweise die Wirksamkeit einer Strahlen- und Chemo­therapie bei Krebs, wobei es Nebenwirkungen dieser Therapien abmildern kann.5,40
  • Der Leukopenie, einer Nebenwirkung von Cyclophosphamid, wird durch Ashwagandha entgegengewirkt (Tierstudie).69
  • Ashwagandha und das Zytostatikum Paclitaxel haben bei Krebs eine synergistische Wirkung; außerdem wirkt Ashwagandha der von Paclitaxel verursachten Neutropenie entgegen (Tierstudien).70,71
  • Ashwagandha schützt vor der Neurotoxizität von Doxorubicin (Tierversuch).82
  • Ashwagandha schützt Leber und Nieren vor der Toxizität von Gentamicin (Tierstudien).72,73
  • Der (systolische und diastolische) Blutdruck kann bei Anwendung von Ashwagandha abfallen; Menschen, die Blutdrucksenker einnehmen, müssen dies berücksichtigen.
  • Ashwagandha wirkt Nebenwirkungen (Katalepsie, orofaziale Dyskinesie) von Haloperidol entgegen (Tierstudie).74,75
  • Ashwagandha schützt vor der Hepatotoxizität des Insektizids Dimethoat, einer Organophosphorverbindung (Tierstudie).76
  • Bei einer Bleiintoxikation schützt Ashwagandha unter anderem Gehirn, Leber und Nieren vor oxidativem Stress.77
  • Ashwagandha wirkt der Akkumulation und Toxizität von Cadmium entgegen (Tierstudie).78
  • Ashwagandha verlängert die Schmerzlinderung und unterdrückt die Hyperalgesie (einen Reboundeffekt) durch Morphin (Tierstudie) und verstärkt möglicherweise die Wirkung von Benzodiazepinen, Barbituraten und anderen Sedativa.22,43
  • Alkohol-Entzugserscheinungen wie Angstzustände verringern sich bei Anwendung von Ashwagandha (Tierstudie).79
  • Ashwagandha kann den Blutzuckerspiegel senken. Diabetiker sollten diesen Effekt berücksichigen.80
  • Ashwagandha regt die Schilddrüse an; Menschen, die Schilddrüsenhormone einnehmen, sollten dies berücksichtigen.

 

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