Kurzbericht zur Fortbildung Palmitoylethanolamid (PEA)

heidelbergKurzbericht zur Fortbildung, die am 13.07.2015 in Heidelberg stattfand:

In Heidelberg gab der bekannte Experte Univ. Prof. Dr. med. Jan M. Keppel Hesselink dieses Wochenende einige Vorträge über die Bedeutung des natürlichen schmerzstillenden, entzündungshemmenden und heilenden Stoffes Palmitoylethanolamid (PEA) für die Praxis im besonderen für Osteopathie. Palmitoylethanolamid (PEA) ist ein körpereigener Stoff, der in Balance bringt, heilt, repariert und Zellen gegen Schaden schützt.

 

Er zitierte die allgemeine Auffassung der Osteopathen, die behaupten:

Ein Osteopath behandelt keine Krankheit, er stimuliert den natürlichen Heilungsprozess.

Keppel Hesselink diskutierte die Resultate der Studie von Dr. Brian F. Degenhardt, Osteopath, Nissar A. Darmani und Professor Vincenzo DiMarzo, ein weltberühmter Palmitoylethanolamid-Kenner. Diese Studie beschreibt, was der Körper als Antwort auf die osteopathische Behandlung tut.

 

Was wurde genau getan und gemessen?

In einer prospektiven Blindstudie wurde das Blut von 20 Personen (10 mit chronischen Schmerzen im Unterdrücken, 10 Personen ohne Schmerzen) während 5 aufeinander folgenden Tagen abgenommen. Am 4.Tag wurde eine Stunde vor der Blutabnahme an den Patienten Osteopathie angewendet. Im Blut wurden gemessen: Endorphin (E), Serotonin (5-hydroxytryptamine [5-HT]), 5-hydrox-yindoleacetic acid(5-HIAA), Anandamid (arachidonoylethanolamid [AEA]), und N-palmitoylethanolamid (PEA).

Was wurde festgestellt?

Die vorliegende Studie demonstriert, dass sowohl in Schmerzpatienten als auch bei gesunden Probanden PEA Levels  gleich sind. Die Osteopathie Behandlung erhöht die PEA Konzentration in beiden Gruppen, aber bei Schmerzpatienten war die Erhöhung signifikant größer.

 

Breite Anwendbarkeit der Osteopathie endlich erklärt

Nach diesen Studienresultaten verstehen wir, so sagte Keppel Hesselink, warum Osteopathie so einen weitreichenden Anwendungsbereich hat, von Fibromyalgie bis zu Bandscheibenvorfall (Ischias, Hernia). In all diesen Fällen wird durch den Osteopathen die PEA Synthese induziert. Inzwischen gibt es auch Osteopathen, die auf ihrer Webseite hierauf verweisen.

Es hat lange gedauert, bevor man verstanden hatte, warum Osteopathie tut was sie tut. Mit PEA haben wir nun einen Angriffspunkt. Darum ist die Kombination Osteopathie zusammen mit der Supplementierung von PEA eine besonders gute Idee. Es gibt ja mehrere Studien die darauf hinweisen, dass das Kombinieren von komplementärer Behandlung und PEA einen Synergie-Effekt hat und sich gegenseitig verstärkt.

PEA wird nicht allein während und nach der Osteopathie Behandlung in erhöhtem Masse durch den Körper produziert, sondern auch als Verteidigung gegen Infektionen, Entzündungen und ernsthafte Schmerzen.

Deshalb ist PEA eine Bereicherung in der Praxis der Osteopathie, sagte Keppel Hesselink.

Sie finden hier den Forschungsbericht als Link.
http://www.neuropathie.nu/2015/06/wie-osteopathie-die-naturliche-heilkrafte-uber-die-synthese-von-palmitoylethanolamid-stimuliert/

Mehr über Palmitoylethanolamid (PEA):  http://www.orthoknowledge.eu/ist-pea-pure/

 

Quelle:

Brian F. Degenhardt, DO; Nissar A. Darmani, PhD; Jane C. Johnson, MA; Lex C. Towns, PhD; Diana C. J. Rhodes, DVM, PhD; Chung Trinh, BS; Bryan McClanahan, BS; and Vincenzo DiMarzo, PhD. Role of Osteopathic Manipulative Treatment in Altering Pain Biomarkers: A Pilot Study. J Am Osteopath Assoc. 2007;107:387-400

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